Tonträger

Tracklist

1. Der König
2. Jeder kann es schaffen
3. So muss es sein
4. Reflexion
5. Der Fremde
6. Sodom und Gomorrha
7. Zwischenspiel
8. Wir haben nichts dazugelernt
9. Leichtsinn
10. Schutt und Asche
11. Totentanz
12. Immer wieder

GRANTIG

So Muss Es Sein

VÖ: 01.02.2008
Label:
Drakkar Records
Web:
www.grantig.com

Dass der Hörsturz-Redakteur eine deutsch singende Band auf den Schreibtisch bekommt, kommt nicht so oft vor. Dass das dann auch noch eine deutsch singende Hardcore-Kapelle ist eigentlich gar nicht. Mit Grantig ist es nun jedoch trotzdem passiert. Ist das nun gut oder schlecht?

Fest steht: Der deutsche Hardcore - Gesang zwingt einen deutlich mehr hinzuhören. Was man dann allerdings hört übertrifft deutlich die Erwartungen, die man an ein Debütalbum dieser deutschen Gruppe haben könnte. Grantig hauen von Beginn an mächtig auf die Glocke. Gleich der erste Track „Der König“ entpuppt sich als bester Song des Albums und man versteht sogar den Text, der Gott sei dank nicht in der Undeutlichkeit verschwindet. Wie auch der Rest des Albums ist dieser im Midtempo gehalten und nicht unnötig mit dem Gaspedal gespielt. Grantig klingen schön dreckig, wuchtig und auf jeden Fall brutal. Auch die Texte sind Gott sei Dank nicht von Klischees überladen, hätten aber dennoch etwas mehr Feinschliff verdient.

Überraschen tut die Ballade „Reflexion“, die in den ersten 2 Minuten rein akustisch bleibt und zeigt, dass der liebe Herr Shouter das ruhige Singen lieber sein lassen sollte. Ein Eindruck, der sich im Verlauf des Albums allerdings nicht bestätigt. Besonders genannt sei hier der Abschlusstrack, der den Hörer sanft aus dem Album geleitet. Dieser ist komplett akustisch und ruhig gehalten und Sänger Jonathan Schmid singt sehr passend seinen nachdenklichen Text. Ungewohntes aber cooles Ende des ganzen….wenn auch völlig genrefremd.

Freunde des Genres müssen also einfach mal reinhören und sollten die band auch noch länger im Auge behalten. An der Spielzeit von nur 42 Minuten muss allerdings noch gearbeitet werden.

01.02.2008 Sebastian