Tonträger

Tracklist

1. Scream Aim Fire
2. Eye Of The Storm
3. Hearts Burst Into Fire
4. Waking The Demon
5. Disappear
6. Deliver Us from Evil
7. Take It Out On Me
8. Say Goodnight
9. End Of Days
10. Last To Know
11. Forever And Always

BULLET FOR MY VALENTINE

Scream Aim Fire

VÖ: 25.01.2008
Label:
Gun Records
Web:
www.bulletformyvalentine1.com

“Over the top, over the top! Right now it's killing time” Nein, dies stammt nicht aus dem 87er Streifen mit Sylvester Stallone, sondern aus dem Opener „Scream Aim Fire“. Unsere jungen wilden Lieblingswaliser, die von ihrem schmucken Vorgänger namens „The Poison“ mal kurzerhand 1 Million Stück verkaufen konnten,  stellen uns jetzt ihr neues Werk „Scream A Fire“ vor.

Scheinbar hat Colin Richardson letztes Jahr Scheiße am Fuß gehabt. Erst misslingt ihm das Album „Tales Don't Tell Themselves“ von Funeral For A Friend und jetzt auch noch „Scream Aim Fire“ von Bullet For My Valentine. Zum Glück sind die Jungs von Machine Head alte Hasen und nicht ganz so grün wie die beiden vorgenannten Gruppen, so dass ihr 2007er Album „The Blackening“ gewohnt brachial daher kam.

Nicht auszudenken, was Robb Flynn mit dem guten Colin Richardson gemacht hätte, wenn der den Weichspüler auch über „The Blackening“ verschüttet hätte.

Schlimm genug, dass Herr Richardson Weichspüler benutzt, aber während einer Produktion gepflegt ein Nickerchen einzulegen, ist dann doch schon ein bisschen viel. Man lausche den Klängen von „Forever And Always“ und staune. Ab der Minute 2:45 muss Richardson aufgrund akutem Schlafmangel pendelnder Weise mit der Nase den Gesang ausgeblendet haben. Hinzu kommt noch, dass man bis zum Ende des Songs, der sich leider erst ungefähr 4 Minuten später einstellt, schon ungefähr 23 Mal zur Anlage läuft, in der Annahmen, dass der Song endlich ausgefadet wird.

Bei „Eye Of The Storm“ geht die Sache mal so richtig nach vorn. Aber dieser Gesang. Irgendetwas stimmt hier nicht. Die CD rotiert mittlerweile das vierte Mal im Player. Der Gesang … jetzt aber. Richtig, nach Sturm & Drang klingt hier alles. Wer kennt sie nicht, die jungen Finnen, die gerade ihren Abschluss in der blauen Gruppe gemacht haben und jetzt auf das Gymnasium gehen dürfen.

War die Metalwelt bei „Just Another Star“ im Jahr 2005 noch völlig aus dem Häuschen über die gewaltige Power, die von der Insel kam, trauen viele jetzt ihren Augen kaum. Der Gesang bei „Take It Out On Me“ macht den Anschein als handelt es sich hier um den neuen Nivea-Sport. Um die Sache noch so richtig abzurunden, wurde Benji Webb, ehemaliger Sänger von Skindred, eingeladen.

Wales sucht die Popnudel und findet sie mit Matt Tuck, der uns noch mal den Siegersong „Deliver Us From Devil“ vorträllert bevor er zum nächsten Bravo – Fotoshooting muss.

Nach diesem Album müssen die Jungs wohl allein auf Tour gehen. Waren 2006 noch Protest The Hero und As I Lay Dying mit von der Partie, stünden jetzt vielleicht die H-Blockx oder gar die Donots parat. Von denen können sie zwar nicht lernen wie sie wieder zurück ins raue Fahrwasser gelangen, aber wie man konstant über 100 Jahre langweiligen Rock macht.

03.02.2008 Tim