Tonträger

Tracklist

1. Pretty good year
2. The inquirer
3. The bridge
4. Sarah#s game
5. Brittle heart
6. Selfish masquerade
7. 3rd shift
8. Louisiana
9. Dear Laura
10. I swear

THE LOVED ONES

Build & Burns

VÖ: 01.02.2008
Label:
Fat Wreck Chords
Web:
www.thelovedonesband.com

Den Auftakt in das Fat Wreck’sche Jahr 2008 machen The Loved Ones mit ihrem Album “Build & Burn”. Die Vorfreude ist in zweierlei Hinsicht groß, schließlich gibt es nach einer wochenlangen Durststrecke, die lediglich von den typischen Pausenfüllern der Weihnachtszeit gespickt wurde, endlich wieder Attraktives in den Plattenregalen. Des Weiteren konnten The Loved Ones vor zwei Jahren mit „Keep Your Heart“ ein Erstlingswerk vorlegen, dass viel Lob ernten konnte. Und jetzt kommt Album Nummer zwei – bekannter Maßen oftmals ein problematisches Unterfangen…

The Loved Ones wären nicht die erste Band, die die qualitative Messlatte des Debüts nicht erneut überspringen könnte. Ich halte mich aber bewusst im Konjunktiv auf, denn das Quartett tappt weder auf der Stelle noch verprellt es seine alten Anhänger. Im Vergleich zu „Keep Your Heart“ wirkt „Build & Burn“ hörbar vielseitiger. Flotteren Songs wie der Startschuss „Pretty Good Year“ und „3rd Shift“ stehen die entspannten Balladen „The Bridge“ und „Selfish Masquerade“ gegenüber. Zwischen einige klassischen Midtempo-Nummern mischen sich das Country-beeinflusste „Brittle Heart“ oder der Rock’n’roll-Ohrwurm „Louisiana“, bei dem Franz Nicolay (Hold Steady) unter anderem am Klavier zum Einsatz kommt. Ein Grund für das erweiterte stilistische Spektrum mögen die Neuerungen auf der Besetzungscouch sein. Gitarrist Dave Walsh und Bassist Chris Gonzales kehrten ihrer alten Band The Explosion, die sich ebenfalls mit abwechslungsreichem Punkrock einen Namen gemacht haben, den Rücken, um ihr Können in die Dienste der Loved Ones zu stellen.

Mit Bryan Kienlen und Pete Steinkopf (The Bouncing Souls) an den Reglern distanzieren sich die vier Herren aus Philadelphia vom überschwänglichen Bombast-Sound und verlassen sich vielmehr auf eine reduzierte, aber dennoch glasklare Produktion, mit der nicht zuletzt die Durchstarter von Against Me! Erfolg haben. Und auch The Loved Ones scheinen ein harmonisches Rezept gefunden zu haben, um auf der einen Seite ihren Wurzeln treu zu bleiben und auf der anderen Seite neue musikalische Gefilde für sich zu erschließen. Lediglich zu hoffen bleibt, dass es sich nicht zu einem allgemeinen Trend im Punkrock entwickelt, dass Langspieler bezüglich seines Umfanges immer abgespeckter auftreten. Mit insgesamt zehn Songs in 32 Minuten ist „Build & Burn“ nämlich schneller abgebrannt, als es aufgebaut wurde.

26.01.2008 Jack