Tonträger

Tracklist

1. The Montreal Screwjob
2. No Cure
3. Breaking Out
4. Milam
5. Vampires
6. Tongues & Choking
7. Rooftops At Surise And Fire Escape

OUTSMARTED

The Panic Theory

VÖ: 01.10.2007
Label:
Emperor Entertainment
Web:
www.myspace.com/outsmarted

Stilistische Transformationen sind keine Seltenheit in der Musikwelt. Dies bestätigen unter anderem die Newcomer von Outsmarted, die im Jahr 2003 sich noch dem Skatepunk frönten, ehe sich das Quintett auf eine langsamere und aggressivere Gangart einigen konnte. Nebenbei sei erwähnt, dass die jungen Herren aus dem benachbarten Österreich stammen, einem Land, das uns in den letzten Jahren mit zahlreichen eindrucksvollen Formationen überrascht hat. Und nun scheint es, als hätte die Qualitätsmusik-Schmiede in den Alpen ein weiteres heißes Eisen im Feuer.

Auf den Titel „The Panic Theory“ hört der sieben Songs kräftige Tonträger, der selten seinem Namen gerecht wird, löst er äußerst selten panische Reaktionen aus. Dies darf sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht aufgefasst werden, denn weder wird man sich nach dem Hörversuch von der Klippe stürzen noch wird man frenetisch jubelnd den Plattenladen stürmen, um diese EP händeringend zu erwerben. Kompletter Durchschnitt also? Screamo von der Stange? Nicht wirklich, denn Outsmarted definieren ihre Musik über zumeist druck- und schwungvolle Songs mit einem flotten Tempo, schweren Gitarren und einiger Doublebass-Arbeit. Gesungen wird selten, geschrieen dagegen oftmals, und kräftige Wutausbrüche lassen einer Weinerlichkeit keinerlei Raum zur Entfaltung. Des Öfteren fühlt man sich an die aggressiven Thrice aus der „The Illusion Of Safety“-Zeit erinnert – und das ist doch keineswegs schlecht. Leider kümmern sich Outsmarted herzlich wenig um ein gewisses Maß an Abwechslung. Es dominiert während der meisten Nummern ein und dasselbe Tempo, so dass im Laufe der 22 Minuten zeitweise eine dezente Monotonie aufkommt. Vergebens wartet man auf Vollgas-Passagen, immerhin verspricht die Albuminfo melodischen Hardcore, der sich nicht zuletzt dank Aushängeschildern wie Strike Anywhere oder Good Riddance auch im rasanten Bereich abspielen darf.

Unter dem Aspekt, dass Armin Breuer, der spätestens seit seiner Produzentenarbeit bei Estate und Ephen Rian für einen erstklassigen Sound steht, sich um die Regler gekümmert hat, wären einige Geschwindigkeitsausbrüche durchaus angebracht. Eine derartige Wucht hätte so manches Herz sicher zum Schmelzen gebracht, so bleibt „The Panic Theory“ jedoch ein Album, das einige Wünsche offen lässt.

11.01.2007 Jack