Tonträger

Tracklist

1. I Am the Night, Colour Me Black
2. Lay Down
3. Run Home
4. Two Kids
5. Talk to Her
6. Time Will Cut You Down
7. Everything That You Are
8. Shakes
9. Performance
10. Living Like a Dog
11. No Real Pain
12. Blood

PRIESTESS

Hello Master

VÖ: 28.09.2007
Label: Red Ink
Web: http://www.priestessband.com

Der Rock kommt zurück. Genauer gesagt ist er schon längst wieder da. Gut, man kann sich darüber streiten, ob er jemals richtig weg war, aber es gab eine Zeit, da war es ein wenig verpönt, klare Riffs und Hooks zu benutzen. Doch seit einiger Zeit gibt es wieder einige junge Bands, die ihre musikalische Motivation aus dem Hardrock der siebziger Jahre ziehen.

So auch The Priestess aus Montréal, die suhlen sich verblümt in den Bausteinen des Hardrock. Und im Gegensatz zu den ganzen anderen Bands aus Kanada bleiben sie richtig bodenständig, und die Songs sind sehr straight gestaltet. Dabei donnert „I Am The Right. Colour Me Black“ mit einer Wucht nach vorne, als ginge es darum, die verlorenen Jahre des Rock in einem Song einholen zu müssen. Wild und auch wuchtig, so wie Monster Magnet einmal waren, und bei diesem Songs werfen sie mit Gitarrensoli und Riffs um sich, dass man erstaunt ist. Dass sie dieses Tempo und Vorhaben nicht auf Albumlänge hinbekommen, kann man sich denken, dann müsste man schließlich ein Update des Rock´n´Roll machen. Denn nach so einem Opener ist es halt schwer, eine Steigerung zu bringen, aber immerhin machen Priestess auch nichts wirklich falsch auf ihrem Debüt.

Man kann vielleicht bemängeln, dass der Gesang ein wenig schlecht abgemischt ist und die Stimme von Wolfmother-Sänger Andrew Stockdale mehr ins Mark trifft. Oder dass der Sound manchmal ein wenig zu dumpf abgemischt klingt. Was man Priestess aber hoch anrechnen muss ist, dass sie eine der wenigen Bands sind, die klassischen Hardrock mit junger Vitalität verbinden.

20.12.2007 Hauke