Tonträger

Tracklist

1. Even Worse
2. Sever Ties
3. Reclamation
4. Decide and Conquer
5. Choosing Revenge
6. Relentless
7. Bound by Defiance (T$s)
8. Damage Is Done
9. Nothing More, Nothing Less
10. Own Up!
11. Since Day One
12. Smoke and Mirrors

SOLDIERS

End Of Days

VÖ: 16.11.2007
Label:
Trustkill Records
Web:
www.myspace.com/soldiersny

Einen klassischen Modellbausatz zum Konstruieren eines traditionellen Hardcore-Albums liefern Soldiers mit ihrem Album “End Of Days” – im Übrigen nicht in Anlehnung an den gleichnamigen Actionfilm mit Ex-Haublock Arnold Schwarzenegger. Im Gegensatz zu dem Streifen aus dem Jahr 1999 geht es bei der in diesem Falle dargebotenen Musik aus dem Jahr 2007 keineswegs mit dem Teufel zu, vielmehr besinnen sich die fünf Soldaten aus Long Island auf alteingesessene Genre-Tugenden.

Der obig erwähnte Bausatz verfügt neben den einzelnen Komponenten selbstverständlich auch über die entsprechende Bastelanleitung. Unabdinglich für ein gelungenes Werk ist eine anständige Portion Wut als Basis, die nahezu jederzeit zum Ausdruck gebracht werden sollte. Dem widersetzt sich das US-amerikanische Quintett natürlich nicht, und so gehen die nächsten Schritte quasi wie von selbst: Durchweg kraftvoll soll es werden, also lasse man die Rhythmussektion einige Tempowechsel einbauen, so dass beizeiten brachial losgebrettert, zwischenzeitlich aber auch wieder der eine oder andere Gang heruntergeschaltet wird. Eine solche Konstellation ist im Bereich des Ostküsten-Hardcores sicher nichts Neues, es erfordert aber nach wie vor noch ein gewisses Können, Mosh- und Vollgas-Passagen so aneinanderzureihen, dass unter dem Strich keine Monotonie auftaucht. Und glücklicher Weise erhält „End Of Days“ über die gesamten 35 Minuten das Interesse der Hörerschaft aufrecht, was schon einmal eine Menge wert ist.

Ebenfalls in der recht düster anmutenden Verpackung enthalten sind gekonnt aggressive Vocals und ungekünstelte Gitarren. Ohne diese Bestandteile würde das gesamte Werk mit aller Wahrscheinlichkeit in sich zusammenbrechen wie ein Kartenhaus nach einem Stoß an die Tischkante. Aber dieses Album ist robust konzipiert, um zahlreichen Erschütterungen Stand halten zu können, schließlich stecken hinter den Entwicklern unter anderem Rick Jimenez, Dan Bourke und Andrew Jones, die sich als Mitstreiter von Bands wie This Is Hell beziehungsweise The Backup Plan auf dem Terrain des sinnvoll und hochwertig arrangierten Hardcores bestens auskennen – lässt man die abschließende Bonus-Gangsta-Rap-Nummer „Living Hell“ mit ein, zwei Falten auf der Stirn außer Acht. Ein Meilenstein ist „End Of Days“ gewiss nicht, trotzdem sollten Freunde wütender Klänge von der amerikanischen Ostküste sich an diesem Gebilde gerne einmal versuchen.

03.12.2007 Jack