Tonträger

Tracklist

1. Crocodile
2. Beautiful Burnout
3. Holding The Moth
4. To Heal (Sunshine Version)
5. Ring Road
6. Glam Bucket
7. Boy, Boy, Boy
8. Cuddle Bunny Vs Celtic Villages
9. Faxed Invitation
10. Good Morning Cockerel     
11. Best Mamgu Ever 

UNDERWORLD

Oblivion With Bells

VÖ: 12.10.2007
Label: Pias
Web: www.underworldlive.com

Was machen Rock-Stars wenn sie älter werden? Sie und ihre Musik werden ruhiger.

Was machen Electro-Stars wenn sie älter werden? Zumindest im Fall von Underworld das selbe. Nennen wir es mal entspannte Lässigkeit. Für die Rente ist seit 1996 und „Born Slippy“ gesorgt und selbst wenn sich das neue Album „Oblivion With Bells“ nicht großartig verkaufen sollte – ausverkaufte Touren und entsprechende Einnahmen sind dank des exzellenten Live-Rufs für Lebzeiten  vorprogrammiert.

Schade ist es trotzdem, zeigte "A hundred days off" vor fünf Jahren doch, wie der Spagat zwischen Club und Wohnzimmer auszusehen hat.

„Crocodile“ und „Beautiful Burnout“ versprechen als Opener zwar eine ganze Menge, doch etwas enttäuscht muss der Hörer zum Ende feststellen, dass diese zwei schon fast die schmissigsten aller Songs sind. Keine Frage, das ganze Album ist in sich sehr homogen und voller technischer Qualität – die Hits sucht man jedoch leider vergeblich.

Bei „Ring Road“, dem wohl poppigsten Track, versucht Karl Hyde dann sogar The Streets bzw. Mike Skinner zu imitieren, was leider nicht besonders gut gelingt, aber Gott sei dank, der einzige wirkliche Ausfall auf  „Oblivion With Bells“ ist.

Dub-Klänge und unagressive Beats bestimmen den Großteil der 11 Songs, sozusagen der völlige Kontrast zu Hypes wie Justice, Uffie und co.

So ist kaum anzunehmen, dass Underworld neben eben genannten, mit ihrem neuen Material in den Clubs zu hören sein werden.

Aber wer hat hier noch was zu beweisen? Seit 92 sind Underworld das Synonym für anspruchsvollen Electro und werden es im Gegensatz zu vielen Eintagsfliegen auch weiterhin bleiben. Wer sie einmal live erleben durfte, weiß wovon ich schreibe.

Für das nächste Album wäre etwas mehr Energie trotzdem wieder wünschenswert, schließlich brauchen die Konzerte neue Floorfiller.

10.11.2007 Simon
tim(at)hoersturz.net