Tonträger

Tracklist

1. Worlds Collide     
2. Grace (feat. Tomoyasu Hotei)
3. I'm Not Jesus (feat. Corey Taylor)
4. Ion     
5. Helden
6. Stroke
7. Last Hope (feat Dave Lombardo)
8. I Don't Care (feat. Adam Gontier)
9. Burn
10. S.O.S (Anything But Love) (feat. Cristina Scabbia)
11. Peace
12. Ural (Bonustrack)
13. Dreamer (Bonustrack)

APOCALYPTICA

Worlds Collide

VÖ: 14.09.2007
Label: Gun
Web:
www.apocalyptica.com

Mehr als zwei Alben schaffen sie nicht, dann ist die Idee ausgereizt, hätte man zu Beginn  der Karriere von Apocalyptica gedacht. Doch weit gefehlt, mittlerweile schwingen die Finnen zum sechsten Mal die Bögen. Inzwischen besteht ihr Repertoire fast ausschließlich aus Eigenkompositionen. Das war doch auch schon bei den letzten Alben so, wird der Fan jetzt denken und den Schreiber dieser Zeilen als Dummkopf abstempeln wollen. Doch diesmal haben sie die Songs im Kollektiv entstehen lassen. Damit noch nicht genug, bei jedem Song mit Gastmusiker durfte eben dieser sich auch noch mit einbringen.

Deswegen klingen die Songs wie eine Vermischung aus Apocalyptica-Sound und dem Sound des Gastes. „I´m Not Jesus“, bei dem Corey Taylor singt, klingt wie eine milde Mischung aus seinen beiden Combos Slipknot und Stone Sour. Ein wenig mehr mystischer Goth Rock kommt bei der Zusamenarbeit „S.O.S (Anything But Love“ heraus, welches mit Lacuna Coil Sängerin Cristina Scabbia entstanden ist. Dieser Songs ist allerdings auch der ruhigste Song auf „Worlds Collide“. Weniger zimperlich geht Dave Lombardo (u.a. Drummer bei Slayer) mit diesem Unterfangen um, „Last Hope“ ist dann schon brachialer, ohne den klassischen Instrumenten die Würde zu nehmen.

Eine Coverversion gibt es dann doch, der David-Bowie-Evergreen „Helden“ wird hier von Till Lindemann neu eingesungen und ist eigentlich die spürbarste Vermischung der beiden Bands. Wo wir gerade Rammstein am Wickel haben, kann man auch erzählen, dass Jacob Hellner „Worlds Collide“ produziert hat, dabei ist es ihm gelungen, dem finnischen Flaggschiff Apocalyptica wieder mehr Druck und Power zu geben. Das ist gut, wirkten die letzten Alben meist doch eher gediegen als kraftvoll. Von daher ist „World Collide“ wieder in die richtige Richtung gehend.

25.10.2007 Hauke