Tonträger

Tracklist

1. Boys! Grab your guns
2. Speak low if you speak love
3. The shake (awful feeling)
4. Tired & uninspired
5. Hiding inside the horrible weather
6. The innocent letter
7. There are more frightening things
8. Dangerous
9. Moving on
10. Fantasy
11. All my friends

MY AMERICAN HEART

Hiding Inside The Horrible Weather

VÖ: 05.10.2007
Label: Red Ink
Web: www.myamericanheartrock.com

Fünf Emos, die sich ihre Verbundenheit zu Amerika auf die Fahne schreiben – kann das gut gehen? Es kann! Mit ihren gerade mal 19 Lenzen haben die Jungs aus San Diego nun bereits ihr zweites Album in den Läden und auf einer vergangenen Deutschland-Tour bereits bewiesen, dass sie rocken können.

Auf „Hiding inside the horrible weather“ haben sie zudem ordentlich an Professionalität zugelegt und schieben einen eindrucksvollen Opener vorweg: „Boys grab your guns“ verspricht viel, was zunächst auch eingehalten wird. My American Heart schaffen es hier erfolgreich sich von der üblichen Einheitskost abzuheben. Die Musik hört sich locker und leicht und ist mit einem amtlichen Touch Emo versehen. All dies besitzt eine eigene Note und ist gespickt von interessanten musikalischen Details und Kniffen. Die Band wird sicherlich mit ihrer Radiokompatibilität und dem weichgebügelten Gesang auf lange Sicht Erfolg haben, jedoch wünscht sich der geneigte Rockfan gelegentlich etwas mehr Rock n Roll auf der CD. Etwas weniger schliff und mehr Rohheit wäre hier mal wieder mehr gewesen. Dass dies funktioniert wurde bei Konzerten oft genug bewiesen.

Eigentlich hätte „Hiding inside the horrible weather“ dennoch durchaus zwei Punkte mehr verdient als vergeben, würde das Album nicht an einer weiteren weit verbreiteten Krankheit leiden: Die komplette zweite Hälfte des Albums rutscht in die allseits bekannte „08/15-Belanglosigkeit“ ab. Auf einmal ist all das Interessante, was My American Heart in den ersten Songs zu bieten hatten verflogen. So stellt die schmalzige, jedoch nicht im geringsten schlechte Ballade „Tired and uninspired“ den Wendepunkt des Albums dar. Eine bessere Aufteilung der Songs oder das verzichten auf den ein oder anderen wäre hier vielleicht hilfreich gewesen.

Was bleibt ist dennoch eine überdurchschnittliche und zumindest im ersten Teil sehr interessant zu hörende Platte  von einer Band, von der wir in Zukunft sicherlich noch mehr hören werden……aber was soll dieser Name?


11.10.2007 Sebastian