Tonträger

Tracklist

1. Famous For Nothing
2. God Willing
3. The State Of Massachusetts
4. Tomorrow's Industry
5. Echoes On "A." Street
6. Vices And Virtues
7. Surrender
8. Flannigan's Ball
9. I'll Begin Again
10. Fairmount Hill
11. Loyal To No One
12. Shattered
13. Rude Awakenings
14. Johnny, I Hardly Knew Ya
15. Never Forget
16. Jailbreak

 

 

DROPKICK MURPHYS

The Meanest Of Times

VÖ: 21.09.2007
Label:
Cooking Vinyl
Web:
www.dropkickmurphys.com

Unlängst gelten die Dropkick Murphys als Garant für beste Stimmung, sei es von der Bühne aus oder mittels Musik aus der Konserve. Was die Veröffentlichungen der Herren aus Boston betrifft, so konnte sich der Fan energiegeladener Folkpunk-Musik stets darauf verlassen, ein prall geschnürtes Paket von qualitativ hochwertigen Songs zu erhalten, dass sich sowohl zur wilden Tanzeinlage als auch zum gemütlichen Zuprosten eignet. Enttäuscht wurden wir von dem Septett zu keinem Zeitpunkt, und es soll auch so bleiben, denn „The Meanest Of Times“ zeigt sich keineswegs als Gemeinheit.

Bereits beim Opener „Famous For Nothing“ wird deutlich, dass Al Barr nebst Gefolge nicht in diesem Leben musikalisch in die Jahre kommen. Frisch und flott rockt das Album – auch dieses Mal sind die Dropkick Murphys ihrer lobenswerten Linie treu geblieben und haben insgesamt 16 Songs auf dem Tonträger untergebracht – los als gäbe es die Band erst seit gestern. Die Ahnung, dass früher oder später der Zeitpunkt kommen muss, an dem der Fundus an straighten Akkordfolgen, Gesangslinien und Dudelsacktönen erschöpft ist, wird ausgeräumt wie ein schlecht gesicherter Banktresor. Es scheint so sicher wie die Bank von England, dass den Bostonern das Schreiben erstklassiger Songs im Blut liegt.

Bei aller Lobhudelei darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass die Dropkick Murphys sich mit „The Meanest Of Times“ keineswegs neu erfinden. Nach wie vor variiert das Tempo zwischen ausgelassenen Schunkel-Nummern („Fairmount Hill“), zahlreichen Midtempo-Kraftpaketen und gelegentlichen Vollgas-Raketen („Shattered“). Dennoch bleibt kein Platz für Monotonie und Langeweile, wofür unter anderem das Gesangs-Duo Al Barr und Ken Casey und zahlreiche folk-typische Instrumente wie besagter Dudelsack, das Schifferklavier, das Banjo oder die Mandoline sorgen. Richtig rund wird die Sache dann bei „(F)Lanningan’s Ball“, bei dem neben Al Barr auch die legendären Folk-Stimmen von Ronnie Drew (The Dubliners) und Spider Stacy (The Pogues) zu hören sind. Abschließend vergeht sich die Band noch an Thin Lizzys „Jailbreak“ und entlässt uns nach rund 50 Minuten mit einem höchst zufriedenen Gesichtsausdruck. Mit „The Meanest Of Times“ untermauern die Dropkick Murphys ein weiteres Mal ihre Spitzenposition in der Liga der punkrockigen Folk-Formationen.

11.10.2007 Jack