Tonträger

Tracklist

1. Grey sky at night
2. King's cross
3. Helena
4. Hierophant
5. Caviar with maths
6. Landing on ice
7. Skinner
8. Handlebars to freedom
9. A day without speaking
10. Singing in solitary
11. Sammy Davis Jr's good eye
12. Firedealer
13. Darksun sets 

WILL HAVEN

The Hierophant

VÖ: 31.08.2007
Label: Bieler Records
Web:
www.myspace.com/willhaven43

Adjektive um das neue Album des Postcore-Urgesteins Will haven zu beschreiben: Sperrig, uneingängig, schleppend, melancholisch. Beim Hörgenuss des vierten Longplayers des kalifonischen Quartetts hat man leider ständig das Gefühl, dass die CD zu langsam abgespielt wird. Bald wird jedoch klar: Das gehört so. Das anspruchsvolle Arrangement der Songs macht den Hörgenuss dabei nicht einfacher. Doch was bleibt noch? Zumindest die Gewissheit, dass sowohl ein einmaliges Hören, als auch ein zweimaliges Hören dieser Platte nicht ausreicht um etwas im Ohr zu behalten. Die Postcore-Kapelle wurde mittlerweile von Zeit und Konkurrenz überholt. Da hilft es auch nicht, dass Deftones-Frontam Chino Moreno hinter den Reglern saß und Frontman Jeff Jaworski des Schreiens durchaus mächtig ist. Hierbei lässt er melodische Parts jedoch gänzlich aus.

Und so wird der instrumentale Abschlusstrack „Dark sun sets“ zum Highlight des Albums, da hier erstmals auf dissonante Klänge verzichtet wird und ein langsameres Tempo ausnahmsweise angemessen ist. Ansonsten verstehen Will haven es leider nicht, etwas zu kreieren, dass im Ohr bleibt oder entspannten Hörgenuss zulässt, was jedoch in diesem Genre auch sehr selten ist. „The hierophant“ eignet sich also allein von der Machart her nur bedingt für die Masse der Rockfans.

Fest steht: Man sollte sich Zeit nehmen, um sich mit dieser „doomig“ und morbide klingenden CD zu beschäftigen. Vielleicht ist dieses Album nur für Insider und Genre-Freaks zu verstehen.

07.10.2007 Sebastian