Tonträger

Tracklist

1. Call in the airstrike
2. New England is sinking
3. Dead art
4. Man alone
5. Fear & loathing in DC
6. You know the drill
7. Idle worship
8. Celebrity DJ
9. Take me to your bleeder
10. Let the good times fold
11. You won't win
12. Carlos D is in my Top 8

 

DEATHKILLER

New England Is Sinking

VÖ: 21.09.2007
Label:
I Scream Records
Web:
www.myspace.com/deathkillerx3

Wenn Mitglieder einer Band sich ehemals in Gruppen wie Hatebreed und Most Precious Blood herumtrieben, sollten doch die stilistischen Weichen für eine neue Formation eindeutig gestellt sein. Und wenn jene sich dann auch noch den Namen Deathkiller zulegt, dürfte keinerlei Zweifel daran bestehen, dass nichts anderes als metallischer Hardcore aufgetischt wird – eine dezente Fehleinschätzung!

Matt McIntosh, Anthony Realbuto und Christina Chiaramonte versetzen mit “New England Is Sinking” allen Vorahnungen, man habe es bei diesem Album mit Metal-Anleihen der modernen Machart zu tun, einen schnellen Todesstoß. Wer sich das Dutzend Songs zu Gehör führt, besucht eindeutig sie alte Schule. Auf der Schulbank Platz genommen, erteilt das Trio eine kurze und schmerzlose Unterrichtseinheit in Sachen rauer Midtempo-Hardcore, stark angereichert mit punkrockigen Melodien. Wer wissbegierig nach neuem Stoff ist, muss den Lehrkörper wechseln, denn Deathkiller haben mit „New England Is Sinking“ eine Reproduktionseinheit anberaumt, bei der es sich verdammt gut macht, wenn man seine Hausaufgaben bezüglich Black Flag und Hot Water Music gewissenhaft erledigt hat.

Wenn dies der Fall ist, dann wissen so ziemlich sämtliche Songs zu erfreuen, denn sie sind knackig vorgetragen, wobei sich die Musik bei niemandem anbiedert, da sie rau und ungeschliffen vorgetragen wird. Ein Zeichen dafür, dass man sich dieses Album auf eine gewisse Weise erarbeiten muss, ist die Tatsache, dass die 26 gebotenen Minuten wesentlich länger wirken, was keineswegs schlecht sein muss.

„New England Is Sinking“ ist trotz aller Kürze anspruchvoll ausgefallen und wärmt nicht nur alte Töne auf, sondern wirft bereits bekannte musikalische Charakterzüge in einem Würfelbecher, schüttelt diesen kräftig und schüttelt eine druckvolle Kombination aus oben genannten Genres aus dem Handgelenk. Aber Achtung: Metal-Fans sollten an diesem Longplayer nicht blindlings teilnehmen.

04.10.2007 Jack