Tonträger

Tracklist

1. July! August! Reno!
2. Eulogy
3. ...and the world files for Chapter 11
4. This respirator
5. Meanwhile, in hell...
6. Mother Teresa chokeslams the world
7. This is giving up
8. Mastering the world's smallestviolin
9. You guys want one of these?
10. These words are bullets
11. Hal Johnson smokes cigarettes
12. Khtdr

THE FLATLINERS

The Great Awake

VÖ: 07.09.2007
Label:
Fat Wreck Chords
Web:
www.theflatliners.com

Fat Wreck stetzt auf die Jugend: Nachdem die letzten Verpflichtungen der hochwertigen Punkrock-Schmiede aus San Francisco die Vermutung erweckten, man würde nur noch Bands unter Vertrag nehmen, die sich im alternativen Musikgeschäft etabliert haben, scheint Labelchef Fat Mike nun dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Von The Flatliners werden bestimmt die wenigsten von uns zuvor etwas vernommen haben, nun steht das kanadische Quartett, das mit einem Durchschnittsalter von knappen 20 Lenzen ins Rennen um die Hörergunst geht, mit ihrem neuen Album „The Great Awake“ in den Startlöchern.

Wird sie Musik der vier jungen Herren oberflächlich in die Kategorie des Skapunk eingeordnet – auf ihrem Erstlingswerk „Destroy To Create“ mag von diesem Genre durchaus noch in gewissem Maße die Rede sein – so sei eindringlich vor der Schlussfolgerung gewarnt, man habe es hier mit Nachahmern von Less Than Jake, Catch 22 oder den Mad Caddies zu tun. Nein, nein und nochmals nein! The Flatliners halten sich fern von partytauglichen Klängen und bevorzugen vielmehr, mit Karacho ab durch die Mitte zu gehen. In diesem Sinne entpuppt sich auch „The Great Awake“ als mitnichten relaxtes Album, das mit insgesamt zwölf flotten Punkrock-Nummern für jede Menge frischen Wind sorgt.Ska-Elemente sind kaum noch auszumachen, auch wenn bei dem schier endlosen Abschluss namens „KHTDR“ zeitweise einige Blechbläser zum Einsatz gelangen. Leider haben The Flatliners auch ihre Leidenschaft für ein brachiales Tempo auf ein Minimum heruntergeschraubt („July! August! Reno!“, „This Is Giving Up“), so dass sich dieser Longplayer zumeist im Midtempo-Bereich abspielt. Dennoch lassen sie eine gehörige Portion Druck keineswegs vermissen, denn die Kanadier verstehen sich darin, auf sympathische Weise ungeschliffen zu klingen, wofür nicht zuletzt der rotzige Gesang Chris Cresswells sorgt.

Die Musik der Flatliners macht im Zuge unzähliger Veröffentlichungen, die den Punkrock auf eine massenkompatible Ebene hieven, einfach Sinn. Solche Töne hört man gerne.

06.09.2007 Jack