Tonträger

Tracklist

1. The brutal truth (intro)
2. Such tragedy
3. At point break 
4. Right before your eyes
5. Torn and shattered (nothing left) 6. Break away
7. Let it go
8. No direction
9. In your place
10. Left for dead
11. Step inside...take your life
12. Act the part
13. Talking bombs  
14. Still believe

THE UNSEEN

Internal Salvation

VÖ: 06.07.2007
Label: Hellcat Records
Web: http://www.unseenpunks.com/

Es gibt Bands, die machen sich des Öfteren einen ruhigen Lenz, gehen dann und wann einmal auf eine kurze Tour und lassen sich mit der Veröffentlichung eines neuen Albums herzlich viel Zeit. Es gibt aber auch Bands, die sich absolut keine Pause gönnen, ihre Fans in schöner Regelmäßigkeit mit neuen Scheiben versorgen und in der Zwischenzeit rund um den Erdball düsen, um jede Menge Konzerte zu spielen. Zu letzterer Kategorie gehören zweifelsohne The Unseen, die sich abtrünnig ihres Namens wahnsinnig oft haben blicken lassen. Songs kann man schließlich auch unterwegs schreiben, und wenn man sich auf eine Stilrichtung eingeschossen hat, dann fällt dies umso leichter.

The Unseen nehmen diesbezüglich keine Gefangene und bleiben ihrer musikalischen Gesinnung hundertprozentig treu. Auf „Internal Salvation“ gibt es erneut kurz und knackig vorgetragenen Punkrock, teils dem Streetpunk-Genre entspringend, teils mit Hardcore-Anleihen versehen, aber niemals wendehalsig oder klischeebehaftet. Das Quintett rockt sich ehrlich und bodenständig durch 14 frische Songs, die dort anknüpfen, wo der Vorgänger „State Of Discontent“ aufgehört hat. Von dem kurzen Intro „The Brutal Truth“ eingeleitet rücken The Unseen der Hörerschaft mit keinen Überraschungen zu nahe, was bedeutet, dass sich auf diesem Album erneut mittelschnelle Songs wie „Such Tragedy“ oder „Torn And Shattered (Nothing Left)“ mit zahlreichen furiosen Uptempo-Nummern („At Point Break“, „Break Away“, In Your Place“, „Left For Dead“) abwechseln. Ein präzises Schlagzeugspiel gesellt sich zu klassischen Gitarrenparts und Mark Unseens typisch aggressivem Gesang inklusive kritischer Lyrics – so wie wir es von der Band aus Boston kennen und gerne hören.

Kurzum: „Internal Salvation“ ist weder Spaßplatte noch aufgesetztes Zeigefinger-Werk. Dieses Album ist kompromisslos ehrlich und absolut unbeugsam. Zudem ist davon auszugehen, dass The Unseen sich angesichts einiger Lobhudeleien nicht auf die faule Haut legen werden und ihren aktiven Weg konsequent weiter gehen werden.

13.07.2007 Jack