Tonträger

Tracklist

1. We're Gonna Drop The Atom Bomb
2. Welcome To The Garbage Dump
3. Hell Toupée
4. Stroke The Shaft
5. No, I'm Alpha Male
6. Do You Do You Dig Destruction
7. I Wanna Come
8. You Must Bleed/All Night Long
9. Hot And Filthy
10. Every Body Loves A Chubby Dude
11. What Is Rock?!

TURBONEGRO

Retox

VÖ: 15.06.2007
Label: Edel Records
Web: http://www.turbonegro.com/

“What is Rock? Rock is the area between the balls and the anus of a dog or of a man". Damit ware alles gesagt und diese Kritik vorüber.

Wirklich? Nein, es gibt so viel Gutes zu “Retox” zu sagen, dass ein kleiner Ausschnitt aus dem letzten Song “What is Rock?” nicht ausreicht. Trotzdem könnte keine Aussage typischer für Turbonegro sein.

Die Männer um Kultfigur Hans Erik Husby aka Hank von Helvete, ja, so heißt er wirklich, haben sich auf ihre Grundwerte zurückbesonnen. Hieß es in der Vergangenheit doch oft „Die sind wie Motörhead und machen immer das gleiche Album“ belehren sie die Kritiker diesmal eines besseren. „We´re gonna drop the atom bomb“ zeigt gleich, wo die Reise hingehen soll. Rock, Rock und noch mal Rock. Zusätzlicher technischer Firlefanz wurde kurzerhand entfernt, um sich auf das Wesentlich zu konzentrieren.

Lauscht man dem Anfang von „Hello Toupé“ wird klar, dass nicht nur Josh Homme ein Anhänger der Rocker aus Norwegen ist, sondern auch umgekehrt. Vielleicht lag es auch einfach nur am Studiobesuch von Ex-Queens Of The Stone Age - Bassist Nick Oliveri, der kurzerhand ein Song schrieb, der uns aber leider vorenthalten wurde. Dafür dürfte aber der Albumtitel aus dieser berauschten Nacht stammen. Sinn und Zweck sind bis heute unbekannt und dies wird sich wohl auch in ferner Zukunft nicht ändern, da Hank und Nick bekannt für ihren Konsum von sämtlichen Substanzen bekannt sind.

Exkurs beendet, so dass jetzt wieder der Death Punk im Vordergrund steht. Ein weiterer Grund für die Reduzierung auf das Eigentliche ist Produzent John Agnello. Seine früheren Produktionen mit Cindy Lauper oder Meat Loaf werden ihm mit Turbonegro nicht wirklich hilfreich gewesen sein, aber seine neuesten Kreationen mit The Hold Steady oder Dinosaur Jr. dürften ihm weitergeholfen haben.

„No, I´m Alpha Male“ ist eine recht gewagte Aussage, wenn die Truppe zum ersten Mal sieht. Schlechtes MakeUp mit leichtem Transeneinschlag, Matrosenverkleidung mit billigem Rouge, SS-Tellermütze mit Totenkopf und reichlich Schmierbäuche. So lassen sich Turbonegro beschreiben, wenn auch nur unzureichend. Die sogenannte Arschrakete bei einigen Livegigs sollte nicht unerwähnt bleiben, um das Bild zu komplettieren.

Richtige Rocker haben vor nichts Angst. Vor nichts? Doch, eine Sache gäbe es da. Homosexuelle Männer, die laut Musik spielen. Daher ist die Androhung von Beautyqueen Hank „I wann come to the party at your house“ für viele Menschen angsteinflößend.

Die Besucher des Wacken Open Airs müssen sich mit der Tatsache abfinden, dass Turbonegro in diesem Jahr vorbeischauen, um kräftig Krach zu machen. Diese Tatsache sollte dafür sorgen, dass nicht nur die Mitglieder des örtlich ansässigen Turbojungend-Clubs vorbeischauen. Retox sei Dank.

01.07.2007 Tim