Tonträger

Tracklist

1. Hasta luego Mr. Fab (Interlude)
2. Get down
3. The things that we could share
4. Save my soul
5. What's your version?
6. Paris  Reinhören
7. Love sweet sound
8. The girls say
9. Lightsonic  Reinhören
10. Soundboy rock
11. Drop that thing
12. Song 4 mutya (out of control)
13. From the rooftops  
14. See what you get  
15. What's your version? (Reprise)  
16. Feel the same  
17. Hands up

GROOVE ARMADA

Soundboy Rock

VÖ: 25.05.2007
Label: Song/ BMG
Web: http://www.groovearmada.com/

Let's begin wiz ze Vorschlusslorbeeren: Alben wie Vertigo (1999), "Goodbye Country (Hello Nightclub) (2001) oder Lovebox (2002). Singles, die blieben der Marke "I see you baby", "Superstylin'", "Easy" oder "But I feel good".

Nach zahlreichen Compilations und einem Best-of-Album steht mit "Soundboy Rock" nun also das fünfte Studioalbum der Groove Armada aus Cambridge, England in den Läden. Wer glaubt Andy Cato und Tom Findlay hätten es nicht mehr drauf, sieht sich bereits nach dem kurzen (ruhigen) Intro getäuscht. „Get down“ und „The things that we could share“ preschen so dermaßen nach vorne, so schnell bekommt kein dreizehnjähriger Schnauzbartträger seine Schnellfickerhose aus. „Baby, shake that ass“ in Reinkultur, knapp acht Jahre nach Fatboy Slims großartigem Remix von „I see you baby“. Auch der vierte Track reiht sich in die tanzbare Schiene ein, die sich zuvor bereits auf den Scheiben “The Future of the Armada” und „Doin’ it after Dark“ (Vol.1 u. 2) auf ihrem eigenen Label Ragbull abgezeichnet hatte.

Dann muss jedoch plötzlich die unentspannte Freundin oder genervte Nachbar runter gekommen sein:  „Ey, könnt ihr vielleicht mal leiser machen?!?“

Man schart zwar mit dem Tanzbein, doch erinnert sich, dass Groove Armada auch stets für ruhige Vocaltracks wie „My friend“ oder „Hands of time“ gut waren. So reihen sich auf „Soundboy Rock“ die beiden emotionalen Stücke „What’s your version“ und „Paris“ nahtlos in dieses ebenfalls perfekt beherrschte Genre ein.

Diese kleine Ruhephase wird mit dem Beat zu „Love sweet sound“ quasi weggegroovt und macht Platz für die nächste Dancephase. Diese besteht unter anderem aus dem Funktrack „Lightsonic“ à la Black Eyed Peas, einem Reggaeversuch mit dem Albumtitel und „Song 4 Mutya“, der Single, auf deren Suche sich Pink seit M!ssundaztood (2001) befindet.

Der Rest ist schnell erzählt. Die Freundin-Nachbar-Kombo muss nochmals nachgelegt haben und so finden sich am Ende mit „From the rooftops“ und „What’s your version (reprise)“ abermals ruhige, emotionale Songs, die auf jedes Mixtape für verliebte Stunden passen.

Alles in allem haben die beiden Masterminds Cato und Findlay einmal mehr bewiesen, wo der Hammer in Sachen Dancemusic und Kreativität hängt und dem musikalischen Jahr 2007 mit „Soundboy Rock“ ohne Frage ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt.

17.06.2007 Stecki