Tonträger

Tracklist

1. To build a home
2. Familiar ground
3. Child song
4. Music box
5. Prelude
6. As the stars fall
7. Into you
8. Ma fleur
9. Breathe
10. That home
11. Time & space

The Cinematic Orchestra

Ma Fleur

VÖ: 04.05.2007
Label: Ninja Tune
Web: http://www.cinematicorchestra.com/

Ein bisschen Zeit hat sich das Einmannorchester von Jason Swinscoes ja genommen. Vier Jahre liegt das letzte Album "Man With A Movie Camera" nun schon zurück. Dieses damalige Werk war Filmmusik für einen Stummfilm, also machte das Cinematic Orchestra seinem Namen alle Ehre. Ihr bis dato größter Erfolg "Everyday" von 2001 war eine schöne Symbiose aus geloopten Drumsounds und viel Jazz.

Wer genau das am Werkeln von Jason Swinscoes so berauschend fand, der wird sicherlich eine Weile brauchen, um mit "Ma Fleur" warm zu werden. Vorausgesetzt, ihn verschreckt der Opener "To Bulid A Home" nicht so sehr, denn dieser Song klingt wie einer der besten Momente von Coldplay, melancholisch, tragisch und herzergreifend. Doch das ist man vom Cinematic Orchestra nicht gewohnt. Aber bis dato hat sich Swinscoes auch nie wirklich so sehr mit Songwriting auseinandergesetzt, doch diesmal legt er viel Wert drauf. Deshalb arbeitet er auch mehr mit Stimmen, und so erleben wir Lou Rhodes von ehemals Lamb wieder in Schwermut mit Leichtigkeit. Doch am spannendsten sind eigentlich die Sounds, die Swinscoes auf "Ma Fleur" vielschichtig trichtert.

Wenn er Kammermusik das Flimmern und Flirren beibringt, wenn der Nu Jazz hier noch eine Massage vom Computer erhält, dann erinnert das an die Vorgängerplatten, nur mit dem Unterschied, dass hier das Tempo verzögert, kaum Drums geloopt werden und er zweimal bei Coldplay oder meinetwegen auch bei Kashmir im Beet wildert.

"Ma Fleur" wird einige alte Fans sicher verprellen, andere Menschen werden aber einen leichten Zugang in die Welt von Jason Swinscoes finden.

28.05.2007 Hauke