Konzertbericht

BRITISH MUSIC WEEK PART 4

JUST JACK
28.04.2007, Berlin, Magnet Club

Der Name Just Jack ist ein wenig irreführend: Denn es ist heute abend eben nicht nur Just Jack, der dort auf der Bühne des Magnet steht. Er hat noch gleich eine ganze Band inklusive Gastsängerin auf den wenigen Quadratmetern versammelt. Und wie es scheint, teilen die sechs da oben die Vorfreude mit dem Publikum auf das anstehende Konzert.

Kurz zur Erinnerung: Just Jack ist das Ein-Mann-Projekt des Londoners Jack Allsopp. Ein erstes, wenig beachtetes Album 2002, mit „Overtones“ das aktuelle, weitaus mehr wahrgenomme Werk. Schuld daran: der Top Ten-Frühsommerhit „Starz in their Eyes“, der nach dem Hören eine Wurmkur für die Ohren erzwingt.

Zurück zum Geschehen auf der Bühne. Jack ist eine durchweg sympathische Erscheinung, wie er da vorne rappt, singt und mit dem verzückten Publikum kommuniziert. Von weitem wirkt er äußerlich wie eine dünne und intelligente Version von Wayne Rooney. Dazu ist er auch noch überaus freundlich – genau wie seine Musik: groovige Hip Hop-Beats, mal langsam wabernd, überwiegend aber tanzbar. Hier erinnert es ein wenig an den guten alten Trip Hop, dort ein wenig an die Energie der Stereo MCs. Seine Raps klingen verdammt nach Mike Skinner von den Streets, und wenn er singt, mag man fast den netten britischen Akzent von Herrn Williams heraushören. Sobald die Rhythmussektion das Tempo anzieht, wird im Publikum ausgiebig getanzt. Insbesondere natürlich beim Raussschmeißer „Starz in their Eyes“. Klar ist der Song eine 2007er Version von Phoenix’ „If I ever feel better“, Spaß macht er aber dennoch. Ein gelungener Auftakt in einen Samstagabend und ein ebenso runder Abschluss der British Music Week 2007. Great, Britain!

BERICHT: Henning

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