Tonträger

Tracklist

1. Buried Alive By Love (616 Version)
2. Rendezvous With Anus (Dein Arsch Ist Meiner, El Presidente)
3. Sigillum Diaboli (Studio Live Evil)
4. I Love You (White House Version)
5. The Begining Of The End (Sad Damn Version)
6. Again (Hollovlad Tepes)
7. Wicked Game (Live In Turku)
8. Soul On Fire (Erich Zann's Supernatural Remix)
9. Beautiful (Hollovlad Tepes)
10.Endless Dark (616 Version)
11.Hand Of Doom (Live In Turku)
12.Right Here In My Arms (Live In Turku)
13.Sail On (Live In Turku)
14.Pretending (Cosmicpope Jam Version)

HIM

Uneasy Listening Vol. 2

VÖ: 20.04.2007
Label: Gun Record
Web: http://www.him.de

Es gibt viele Dinge im Leben, die ganz ausgebuffte Menschen erfunden haben, aber wenn man das Ganze mit ein wenig Abstand betrachtet, stellt man fest, dass „völlig unnötig“ noch eine harmlose Umschreibung ist. Ähnlich verhält es sich auch mit „Uneasy Listening Vol.2“.

Keine neuen Songs, aber dafür bereits bekannte, die einfach in neue Gewänder gesteckt werden. Die Packungsbeilage verspricht „Jede Menge rarer Tracks machen dieses Album zu einem Rock-Schätzchen, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Wer HIM näher kennen lernen möchte, kommt mit den „Uneasy Listening Sessions Vol. 2“ voll auf seine Kosten. Persönlicher könnte diese Zusammenstellung nicht sein, denn schließlich war hier Ville Valo selbst am Werk.“ Es ist doch schön zu lesen, dass der Sänger an dem Album beteiligt war. Wie oft bekommen wir sonst Alben vorgesetzt, an denen immer andere Personen mitgewirkt haben, nur nie der Sänger. Und selbstverständlich ist es ein Rockschätzchen, welches wir dementsprechend den besten Platz im Regal freiräumen werden. Allein „Buried Alive By Love“, in der Information als brettharter Track angepriesen, lässt den HIM-Fan schon entzückt aufschreien. Wollten wir nicht schon immer die unendlichen Versionen jenseits der 7 Minutengrenze von „Hand of Doom“ oder „Pretendig“ hören? Nein? Wirklich nicht? Aber Herr Valo hat doch extra noch „Rendevous with Anus“ von Turbonegro gecovert, damit auch die coolen Typen aus den Clubs endlich mal HIM hören. Auch die Live-Interpretation von Black Sabbaths „Hand of Doom“ sollte doch als Zugangsberechtigung zur Metalwelt reichen, oder?

Nein, nein, nein und nochmals nein. Dieses Album ist eine Qual. Selbst HIM-Fans werden diesen Flickenteppich kaum in ihr Herz schließen, geschweige denn Geld dafür ausgeben. Die Mischung aus Live-Tracks mit hysterisch quiekenden Groupies in der ersten Reihe und unterirdischen Remixen lockt keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Nur weil Sänger Ville Valo selbst ein wenig Hand angelegt hat, muss es die Fans nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Anstatt zwei Alben mit alten und minderwertigen Tracks auf den Markt zu werfen, wäre die Nachricht über ein echtes Studioalbum mehr wert, als diese auf die schnelle zusammengeschusterten Live- und Remixsongs. Entweder liegt es an dem übermäßigen Jägermeistergenuss oder an der Dunkelheit in Finnland, die die Band lähmt und sie zu solchen Aktionen zwingt. „Uneasy Listening Vol.2“ sollte in jeder Him-Sammlung fehlen, um die Band weiterhin in guter Erinnerung zu behalten.

28.04.2007 Tim