Tonträger

Tracklist

01. Brianstorm
02. Teddy Picker
03. D Is For Dangerous
04. Balaclava
05. Fluorescent Adolescent
06. Only Ones Who Know
07. Do Me A Favour
08. This House Is A Circus
09. If You Were There, Beware
10. The Bad Thing
11. Old Yellow Bricks
12. 505

ARCTIC MONKEYS

Favourite Worst Nightmare

VÖ: 20.04.2007
Label: Domino Records
Web: http://www.arcticmonkeys.com/

Als eine Deckenlampe nach der anderen die Gleishalle im Postbahnhof erhellte, mischten sich zunehmend Pfiffe in den langsam verklingenden Jubel, bis der Auftritt schließlich in einem Pfeifkonzert endete: Die Arctic Monkeys hatten routiniert knappe 45 Minuten lang ihr neues Album „Favourite Worst Nightmare“ vorgestellt und waren recht unverzüglich ohne Zugabe von der Bühne verschwunden. Das war schade, denn der abrupte Abgang verdarb den durchweg guten Eindruck, den die neuen Songs bei diesem Erstkontakt hinterlassen hatten.

Und – wie man nun knapp zwei Monate später feststellen kann – die ersten Live-Impressionen täuschten nicht: Mit „Favourite Worst Nightmare“ ist ihnen ein würdiger Nachfolger zu „Whatever People Say...“ gelungen, der nahe an dessen Qualität heranreicht. Gleich die ersten Songs klingen unverkennbar nach Arctic Monkeys: Komplexe Rhythmen, ausgeprägtes Bassspiel und wahnwitzige Tempowechsel untermalen den rastlosen Gesang von Alex Turner. Atemlos, schnell und so schwindelerregend, dass man Drummer Matt Helders schon jetzt für sein Lebenswerk auszeichnen möchte.

Eine wohltuende Verschnaufpause kommt erst mit „Only Ones Who Know“, das zusammen mit dem Schlusstrack „505“ eine neue, bedächtige Seite der Arctic Monkeys zeigt. Eine Seite, die ihnen ausgezeichnet steht. In der zweiten Hälfte des Albums machen die Sheffielder Jungs weiter mit energiegeladenen Songs, von denen insbesondere „Do Me A Favour“ und das beschwingte „The Bad Thing“ herausstechen.

Auch wenn „Favourite Worst Nightmare“ ein richtiger Knaller wie ein „I Bet You Look Good On The Dancefloor“ oder ein „When The Sun Goes Down“ fehlt, so erfreuen wir uns der Tatsache, dass die Arctic Monkeys nichts an Kreativität und Spielfreude verloren haben. Und das dürfen die vier Briten ihrem Publikum beim nächsten mal ruhig zeigen. Gerne auch in der einen oder anderen Zugabe.

22.04.2007 Henning