Tonträger

Tracklist

1. Clown parade
2. Couple suicide
3. Army of one
4. Downright dominate
5. Smothered
6. Operation annihilation
7. Haunted
8. Kicked
9. Detonation
10. Chasing the high

Annihilator

Metal

VÖ: 13.04.2007
Label:
Steamhammer
Web: http://www.annihilatormetal.com/

Zeitlos. Nichts passt besser auf Mastermind Jeff Waters und sein Produkt namens Annihilator.

Ein der letzten Krieger, der seine Waffe beherrscht wie kaum ein anderer und dabei nicht von den heutigen Metalgeneration müde belächelt wird. Auch sein Selbstvertrauen entspricht dem der jungen Hüpfer mit zeitlich begrenztem Erfolg. „Metal ist eines der coolsten Gitarrenalben aller Zeiten und gleichzeitig die stärkste Scheibe meiner Karriere. So etwas kann man nicht planen, es passiert ganz einfach.“ Recht hat der Mann mit schulbuchmäßigen Metaloutfit und unterstreicht diese Aussage mit dem bloßen Verweis auf die Gästeliste.

Hier finden sich Namen, für die uncoole alte Metalbarden schon zu letzten Ölung oder zur Geldausgabe bitten müssten, damit die Jungs auch nur einen Gedanken an das angebotene Projekt verschwenden würden. Da aber Jeff Waters weder mit Geld um sich geworfen hat oder gar in den letzten Zügen hängt, lässt sich der Stellenwert der Band ablesen, den sie in der Szene einnehmen.

Dass die besten Songs ohne die Stimme von Frontmann Dave Padden auskommen, ist nur ein kleiner Makel, da den Gäste wie Danko Jones, Angela Gossow oder Alexi Laiho die meiste Aufmerksamkeit gebührt.

Während „Clown Parade“ einen soliden Einstieg mithilfe von Jeff Loomis (Nevermore) bietet, kann „Couple Suicide“ dank der Unterstützung von Danko Jones und Angela Gossow (Arch Enemy) gänzlich überzeugen.

„Army Of One“ in Verbindung mit Steve Kudlow von Anvil regt den Hörer zum Denken an. An was erinnert mich der Refrain? Richtig, ein bisschen Body Count lässt sich durchaus ausmachen und gibt dem Song den richtigen Dampf, um die Nachbarn zu erfreuen.

Danach ist die Bühne für die ganz Großen der Gitarrenszene bereitet. Ein Alexi Laiho, sonst Gitarrist bei Children Of Bodom, lässt bei „Downright Dominate“ die Saiten qualmen. Dieser überaus hörenswerte Einsatz wird von Anders Bjorler, The Haunted, aber noch einen Tick übertroffen. Jesper Stromblad, In Flames, schießt dann bei „Haunted“ aus allen Rohren bevor es dann heißt: „Ein Chance für die Jungend.“ Mit Baujahr 1983 schrubbt dann Corey Beaulieu, seines Zeichens Gitarrist bei Trivium, die alten Herren an die Wand. Erfahrung ist schön, aber die jugendliche Leichtigkeit eines Beaulieu lässt die alten Recken aufhorchen und staunen. Nach einem mittelschönen Einstieg in das Album, ist das Ende umso gewaltiger. „Chasing The High“ heißt der Rausschmeißer und erhält Unterstützung von keinem Geringeren als Willie Adler von Lamb Of God.

Nach dieser Reise durch die Metalzeit bleibt nur eines zu sagen:
Heavy Metal Is The Law!

22.04.2007 Tim