Tonträger

Tracklist

1. Cannibal
2. No Submission
3. Behemoth
4. Chemical Logic
5. Destroyer
6. Forty Ways
7. Chroma-Matic
8. Cuts You Up
9. Reptile
10. Electric Pulse
11. Goat
12. Team Hate

STATIC-X

Cannibal

VÖ: 27.04.2007
Label: Reprise
Web: http://www.static-x.com/

„In Deutschland traut man sich an den rasiermesserscharfen Sound von Static-X immer noch nicht so richtig heran“. Dieses sind die einleitenden Worte des Pressetextes zum neuen Static-X – Album „Cannibal“. In Deutschland wundert man sich über so vieles Dinge, die im Zusammenhang mit dieser Band aus den USA stehen. Z.B. warum verfügt diese Band noch immer über einen Major-Deal während ihre früheren Mitstreiter nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf haben, da die Nu-Metal-Welle bekanntlich ein schnelles Ende fand? Dies lässt sich mit den anhalten Erfolgen in den USA erklären. Das 2005er Album „Start A War“ brachte immerhin zwei Singles unter die Top 30 der Billboard-Charts. Dazu eignen sich diese musikalischen Amokläufe hervorragend für Computerspiele oder Horrorfilme, so dass Static-X auch hier Erfolge vorzuweisen haben. Ginge es rein nach den deutschen Verkaufszahlen, dann wäre die Karriere bereits kurz nach ihrem Debüt „Wisconsin Death Trip“ vorbei gewesen. Bis auf „I´m With Stupid“ konnte sich hier kein Song wirklich in den Clubs durchsetzen.

Warum trägt Frontmann Wayne Static noch immer diese Hochsteckfrisur für Männer, die absolut out ist, weil sie noch nie in war? Die Antwort auf diese Frage kann er sicherlich kaum selbst geben.

Letztendlich wird alles gut. So dachten auch die geflüchteten Ex-Mitglieder und kehrten schleunigst wieder zur ihrer so geliebten und finanziell lukrativen Metal-Elektro-Kapelle. Daher verwundert es kaum, dass der Sound doch wieder sehr dem 1999er Debüt-Album sehr ähnlich ist. Koichi Fukuda, zu ständig für Gitarre und die elektronischen Samples, macht seinem Namen alle Ehre. Zeitweise scheint es als stünde Wayne Static allein im Keller und spielt nun ein paar Samples, mit dem von den Eltern zu Weihnachten geschenkten Keyboard, ein.

Um kurz zum Anfang zurück zu kehren. Nein, in Deutschland wird sich auch in Zukunft kein Mensch an den so „messerscharfen“ Sound von Static-X herantrauen. Daher muss die Band sich damit begnügen, nur in den USA eine große Nummer zu sein. Einzig Enter Shikari könnten den Hörern die Mischung aus Elektro und Metal näher bringen. 

17.04.2007 Tim