Tonträger

Tracklist

01. Elysium
02. Unleash The Sands Of All Times
03. Silence
04. Music And Warm Bodies
05. Ethereal
06. Genevieve
07. Blood Is Sharp
08. Lost Alone
09. Predators In A Maze
10. AWOL Sunkissed
11. Our Bodies Will Never Be Found
12. The Star Chorus
13. Standing On The Ruin Of A Beautiful Empire 

LostAlone

Say No To The World

VÖ: 20.04.2007
Label: Marx Capital Records
Web:
www.lostalone.com

Getreu dem Motto “Wer später bremst, fährt länger schnell” agieren auch Lostalone. Brachten sie doch erst im November ihre EP „Unleash The Sands Of All Time“ auf dem Markt, um wenig später mit einem kompletten Album aufzuwarten. Allerdings handelt es sich hier um eine kleine Mogelpackung, da „Unelash The Sands Of All Time“ und „Blood Is Sharp“ auf beiden Alben vertreten sind. Ähnliche Aktionen brachten in der Vergangenheit etablierten Bands stets Ärger ein, aber bei einer aufstrebenden Band sollte man nachsichtig sein und berücksichtigen, dass es sich um zwei Songs von hoher Qualität handelt.

Zum Anfang ihrer Karriere tourten die Jungs mit Electric Eel Shock durch die Lande. Wieder zurück in der Heimat begab sich die Band ins Studio, um die Debütsingle "Blood Is Sharp" aufzunehmen. Produziert wird der "Lieblingssong ihrer Fans" von Matt Ellis, der auch Komakino, The Sound Explosion oder Ego Parade soundtechnisch unterstützt. Battelle, der die Lyrics verfasst, beschreibt den Song als "einen lauten Schlag Popmelodien auf der makabren Durststrecke der Hoffnungslosigkeit, mit einem Hauch von Licht am anderen Ende des Tunnels". Das Licht brachte ihnen eine Einladung zur Bruce Dickinsons Kultsendung BBC1 ein sowie eine Einladung zur Vans Warped-Tour in den USA.

Die englische Agentur Helterskelter nahm Lostalone unter Vertrag und schickte sie sofort mit Ex-Skunk Anansie-Frontfrau Skin auf Tour durch das Königreich bevor das deutsche Label Marx Capitol, nach einem Gig im Vorprogramm von Silverstein, zu schlagen konnte.

Im April ging es im Vorprogramm von My Chemical Romance und Enter Shikari durch Deutschland, um das kommende Album „Say No To The World“ zu promoten, aber auch, um zu zeigen, dass Vorgruppen nicht schlechter als der Hauptact sein müssen.

„Elysium“ ist der Opener zu einem Album, das nur so vor Kraft und Abwechslung strotzt. Hier wird klar, warum Queen, Iron Maiden oder die Pixies zu ihren Vorbildern zählen. Lostalone lassen sich nicht auf einen Musikstil festnageln. Stattdessen arbeiten sie grenzüberschreitend. „Silence“ ließe sich problemlos auf einem dem letzten Album von Muse unterbringen, ohne dass es groß auffiele. „Music And Warm Bodies“ wäre dagegen schon wieder zu rocklastig und schnell. Trotz dieser ständigen Wechsel geraten Melodie und Rock nie in Vergessenheit. Selbst der als Beinahe-Ballade ausgewiesene Song „Ethernal“ vereint diese Elemente perfekt bevor „Genevieve“ den Hörer urplötzlich an die Wand schmettert.

Es klingt als hätte eine der so ständig präsenten Indiebands aus England sich den sinnvollsten Ausspruch eines deutschen Torhüters, „Eier. Wir brauchen Eier“, zu Herzen genommen und endlich mal ein paar Gänge hoch geschaltet. Man darf den Jungs ohne Einschränkung bescheinigen, dass sie ein Händchen für Hymnen mit richtig Dampf haben.

15.04.2007 Tim