Tonträger

Tracklist

1. Willkommen
2. Zu Spät
3. Liebe
4. Monster in mIr
5. Mensch sei
6. Allein
7. Unser Land
8. Leben
9. Hörst du hin
10. Abschied
11. Liebe

B-STINGED BUTTERFLY

Monster In Mir

VÖ: 09.03.2007
Label: Hofa Records
Web: http://www.b-stinged-butterfly.com/

Vermutlich würde man diese Zeilen nicht lesen, wenn nicht ein mittelgroßer Medienrummel um diese kleine Band entstanden wäre. Denn schon um den Millenniumswechsel gegründet, werkelten B-Stringed Butterfly lange im Proberaum herum, bis Stefan Raab diesen Song beim Bundesvision Songcontest für das Saarland antreten ließen. Und als ich ihren Auftritt sah, dachte ich, dass das Saarland ein echtes Rockland sein muss, denn schon der Beitrag vom Vorjahr war eine kleine rockende Gitarrenband.

Doch zurück zu diesem Jahr, denn bei dem Auftritt des Schmetterlings dachte ich, dass ihre Musik einerseits innovativ ist und dennoch eigentlich schon einige Jahre zu spät kommt. Denn ihre Musik und auch der bekannte Song "Liebe" ist einfacher Nu-Metal, den man vor Jahren hätte machen können. Auf ihrem ersten Album haben sie auch einfachen Nu-Metal gemacht, auf dem nun vorliegenden zweiten Album "Monster In Mir" wagen sie einen neuen Schritt. Denn es wird hier nahezu komplett auf deutsch gesungen (bis auf "Liebe" den gibt es auf französisch), und so etwas hat es bisher kaum gegeben. Gut, man kann vielleicht einige Stücke der aufgelösten Such A Surge hier als Referenz wieder reaktivieren. Das würde textlich oft passen, denn auch bei B-Stringed Butterfly geht es meist um Schmerzen, Hass, Liebe und das Mit-sich-unzufrieden-Sein. Gleich zu Anfang donnern sie bei "Willkommen" mit einer guten Härte los, und auch "Zu Spät" hat noch Biss, verliert aber ein wenig an Tempo. Beim Titelstück wechseln sie das Tempo; von schnellen Parts preschen sie in langsamere Gefilde, während bei "Unser Land" wieder mehr geklotzt als gekleckert wird.

Zum Ende verlieren sie allerdings an Kraft und haben dort zwei noch immer kräftige Nummern im Paket, aber sie wirken doch eher ermattend als erquickend. Ganz zu schweigen vom Downbeat-schläfrigen "Hörst Du Hin?". Insgesamt kein Album, das den Innovationspreis gewinnen wird, aber grundsolide ist. Und die Tatsache, dass zwei von vier Bandmitgliedern aus Frankreich stammen und hier dennoch auf Deutsch gesungen wird, verdient einen kleinen Applaus (vor allem wenn man weiß, wie schwer sich Franzosen mit anderen Sprachen tun).

10.04.2007 Hauke