Tonträger

Tracklist

1. Good Morning Revival
2. Misery
3. The River
4. Dance Floor Anthem
5. Keep Your Hands Off My Girl
6. Victims of Love
7. Where would We Be Now
8. Break Apart Her Heart
9. All Black
10. Beautiful Place
11. Something Else
12. Broken Hearts Parade
13. March On

GOOD CHARLOTTE

Good Morning Revival

VÖ: 16.03.2007
Label: Epic
Web: http://www.goodcharlotte.com/

"Neun Millionen verkaufte Alben sind für Good Charlotte noch lange kein Grund, musikalisch auf Autopilot zu schalten" steht auf dem Beipackzettel des neuen Good Charlotte-Albums. Unglaublich, dass die PseudoPunks derart viele Alben verkauft haben. Waren doch „The Young & The Hopeless“ und „The Chronicles of Life And Death“ nicht gerade Meisterwerke, um die sich die Käufer geprügelt haben. Aber dieser Eindruck scheint doch eher subjektiver Natur zu sein.

Weiter heißt es, dass die Band ihren Sound revolutioniert hat, was dann wohl ihrem Produzenten Don Gilmore zu ist, der sich zu folgender Aussage hinreißen ließ: “Ich will euch ganz neu erfinden. Die Leute sollen sich fragen: 'Wie? Das ist Good Charlotte?’“.

Diese Frage stellt sich einem allerdings nicht unbedingt, da auch schon „The Chronicles of Life and Death“ sehr poppig daher kam und somit findet der Hörer keine komplett neue Band vor. Allerdings kostet die Aussage schon Punkte, da sie schonungslos die Unselbständigkeit von Good Charlotte darlegt, die offensichtlich kein Problem mit ihrem neuen Herrscher und Gebieter haben.

Richtig amüsant wird der Beipackzettel, wenn es heißt, dass „Keep You Hands Off My Girl“ sehr stark an die Gorillaz. Entweder haben die Gorillaz ihren Stil gänzlich über Bord geworfen oder der Schreiber dieser lustigen Information wurde kurzerhand ebenfalls von Produzent Gilmore komplett neu erfunden.

Damit „Good Morning Revival“ nicht gänzlich im Pop und Elektro untergeht wurden Shadows und Gates von Avenged Sevenfold ins Studio geschleift, um endlich mal ein bisschen Power in die Sache zu bringen. Der Erfolg dieser Aktion ist dürftig. Wahrscheinlich wurden auch sie neu erfunden ohne Einspruch einlegen zu können. Der Infozettel verrät, dass Good Charlotte zum ersten Mal Gastmusiker eingeladen haben. Also Avenged Sevenfold, seid froh, dass sich die Band herabgelassen hat, um euch einzuladen. Auch wenn es belanglos klingt.

Benji lässt durchblicken, dass sie nicht mehr die „Angry Kids“ von früher sind und deshalb dieses Album so gestaltet haben wie es ist. Das heißt viele elektronische Klänge verzieren die typischen Uptempo-Songs, von denen „Dance Floor Anthem“ wohl als gelungenste angeführt werden darf. Bei „Where Would We Be Now“ kommt der leise Verdacht auf, hier hätte sich einer bei Coldplay bedient, um sich neu zu erfinden.

Das Image der bösen Punker hatten Good Charlotte noch inne, somit dürfte „Good Morning Revival“ für keinen der Fans ein Überraschung sein, obwohl sich Produzent Don Gilmore so sehr eine neue Erfindung gewünscht hat.

26.03.2007 Tim