Tonträger

Tracklist

1. Better Off Alone
2. Big Shot
3. Silence Is Killing Me
4. You DonZt Bring Me Down
5. Kante
6. And I`ll Walk Away
7. Leftrightwrong
8. Take Me Back
9. Breathing
10. The Flavor Of The Night
11. Personality
12. Try Try Try
13. Drop The Bomb

ITCHY POOPZKID

Time to Ignite

VÖ: 30.03.2007
Label:
Where Are My Records
Web: http://neu.itchypoopzkid.de/home.html

Mit der Aufforderung “Weiter so, Scheißcombo!” wurden Itchy Poopzkid aus der letzten Rezensionssession entlassen. Ob sich das Trio mit dem nach wie vor grenzwertigen Bandnamen an diese Anweisung gehalten hat, soll das neue Werk „Time To Ignite“ zeigen. Schließlich ist man heutzutage nicht mehr irgendwer, sondern eine aufstrebende Combo aus deutschen Landen, denen (+44)-Frontmann Mark Hoppus im Rahmen seiner Podcast-Show seine Aufmerksamkeit widmete. Und auch die Bretter, die die Welt bedeuten, durften die Herren aus dem lauschigen Eislingen bereits mit dem Blink 182-Nachfolger betreten. Die Messlatte liegt also richtig hoch…

… und der Anlauf in Form von „Better Off Alone“ und „Big Shot“ lässt erahnen, dass Itchy Poopzkid tatsächlich den großen Sprung schaffen. Beide Songs überzeugen durch ein kraftvolles und schnörkelloses Songwriting, ein zünftiges Tempo und die notwendige Portion Ungeschliffenheit, um nicht als durchschnittlicher New Found Glory-Klon in den Regalen herumzuoxidieren. Doch leider machen Itchy Poopzkid nicht immer alles richtig. Anstatt sich im Laufe der 13 Songs tüchtig an den bereits erwähnten Nummern oder an dem absolut großartigen „Take Me Back“ zu orientieren, scheinen sich vor dem Absprung erste Krämpfe in Form von erhöhten Mainstream-Werten anzudeuten. Plötzlich verliert „Time To Ignite“ an Fahrt – fraglich, warum das unspektakuläre „Silence Is Killing Me“ als Singleauskopplung auserkoren wurde. Dabei biedern sich Songs wie „You Don’t Bring Me Down“ oder „The Flavor Of The Night“ doch förmlich für die Heavy Rotation bei alternativen Rockmusik-Sendern an. Kurzum: Man gibt sich schwer massenkompatibel. Dazu kommen noch einige ruhige Momente („Breathing“, „Leftrightwrong“), die den Eindruck manifestieren, dass die Latte doch ein wenig zu hoch liegt.

Dennoch ist „Time To Ignite“ ein Album, das einiges auf dem Kasten hat und Auftritte im Vorprogramm großer Bands rechtfertigt. Immerhin soll sich die deutsche Punkrock-Liga von ihrer besten Seite zeigen, und dazu gehören Itchy Poopzkid zweifelsohne. Nur für den ganz großen Sprung reicht es aufgrund einiger Stolperer eben noch nicht.

26.03.2007 Jack