Tonträger

Tracklist

1. Working on the Inside
2. Money
3. Meltdown
4. Getting Used to It
5. Back to Square One
6. Join the Dots
7. Claer Channell (F*cK Off!)
8. L.Ö. C Intro (B.D.C.)
9. Baby-Punchers
10. Genocidal Tendencies
11. ...and out Comes the N-Bomb!
12. Life Causes Cancer
13. World War 4
14. Supermarket Song
15. Reason for Existence

LEFTOVER CRACK/ CITIZEN FISH

Deadline

VÖ: 23.03.2007
Label:
Fat Wreck Chords
Web:
www.citizenfish.com

Musikalische Lebenszeichen im Doppelpack hat diese Split-Scheibe aus dem Hause Fat Wreck zu bieten: Lange Zeit gab es von den beiden hoch geschätzten Skapunk-Formationen Citizen Fish und Leftover Crack keine Neuigkeiten aus der Abteilung Tonträger zu vermelden – während der Nachfolger von Choking Victim seit 2004 frischen Wind vermissen ließ, legte der Subhumans-Ableger vor ganzen sechs Jahren neue Songs vor. Nun gibt es frischen Stoff in Form von jeweils sieben Nummern.

Dankenswerter Weise liegt es beiden Combos fern, ein paar bisher unveröffentlichte Songs lieblos in einen Topf zu werfen. Sowohl Citizen Fish als auch Leftover Crack versorgen die Hörerschaft mit je fünf brandaktuellen Songs und zwei Coverversionen von den Kollegen beziehungsweise deren Vorgängern. In diesem Sinne vergreifen sich Citizen Fish an „Clear Channel (Fuck Off!)“ und „Money“, Leftover Crack machen sich ihrerseits über „The Super-Market Song“ und „Reason For Existence“ her.

Stilistisch betrachtet ist sicher kein Wechselbad der Gefühle zu erwarten. Wem beide Bands nicht geläufig sind, dem sei mitgeteilt, dass es hier rauen Punkrock mit gelegentlichen Ska-Elementen zu hören gibt, der jedoch weit entfernt von dem seinerzeit immens gehypten Gute-Laune-Skapunk liegt. Dennoch geht man mit gemischten Gefühlen aus diesem Longplayer heraus, denn es lassen sich durchaus einige qualitative Unterschiede ausmachen. Die erste Halbzeit gehört Citizen Fish, die durch die Bank weg nicht wirklich überzeugen können. Verpackt in einen unpolierten Sound werden zwar zahlreiche Register vom mitsing-kompatiblen „Join The Dots“ bis hin zu den flotten „Working On The Inside“ und „Getting Used To It“ gezogen, trotzdem springt zu keinem Zeitpunkt der Funke so richtig über. Viele Passagen wirken abgegriffen und lassen ein gewisses Maß an Frische und Spritzigkeit vermissen.

Anders sieht es im Falle von Leftover Crack aus. Nicht zuletzt wegen des keifenden Gesangs aus der Kehle Sturg Cracks erinnert das Quintett schwer an die alten Slapstick. Von Beginn an wird der Punkrock-Faktor enorm hoch gehalten, und auch in Sachen Tempo werden kaum Kompromisse zugelassen. Fast durchweg wird im Uptempo-Bereich gespielt, den absolut hörenswerten Höhepunkt der Melange aus aggressivem Crustpunk und poppigen Melodien erreicht der Song „Life Causes Cancer“. Über den Biss in den Texten gibt es selbstverständlich keine zwei Meinungen.

Streiten lässt sich hingegen über eine uneingeschränkte Kaufempfehlung dieses Albums. Was die Leistung von Leftover Crack betrifft, so zeigt der Daumen eindeutig nach oben, die ziemlich laschen Beiträge von Citizen Fish hingegen werfen einige angebrachte Zweifel auf.

21.03.2007 Jack