Tonträger

Tracklist

1. Transam
2. La city
3. Stolen car
4. Carolinah
5. Weaving
6. Blue morning
7. Stolen
8. Fat old sun
9. North country girl
10. She shot me down
11. Promised land
12. Oh Eileen
13. Rodeo man
14. Iowa

 

OX

Dust Bowl Revival

VÖ: 23.02.2007
Label:  Arctic  Rodeo
Web:
www.arcticrodeorecordings.com

Also, ihre Herkunft verleugnet die Band mit dem kurzen Namen Ox nun wirklich nicht. Schon mit einem Blick auf das Cover kann man erahnen, woher die Musik kommt und wie sie klingt. In den ersten zehn Sekunden des Openers "Transam" bekommt man die Bestätigung. Die Gitarren schnurren sehnsüchtig, das Schlagzeug wird nur zart gehauen, und der Gesang ist mit voller Inbrunst ausgestattet.

Das ist ganz klar Songwriter-Kunst mit dem Hang zum Americana und New Country. Alles sehr bodenständig, aber nie einfältig, die Instrumente ertönen immer gut platziert, nie überladen und dennoch vollmundig. Ja, und einige Songs wie "Carolinah" klingen irgendwie sehr intim, ohne große Einsamkeitsregenwolken vorschieben zu lassen, man ist sogar ergriffen von der Schönheit der Songs. Eigentlich jeder Song auf "Dust Bowl Revival" ist mit viel Liebe zum Detail erschaffen, meist auch mit ausgeglichenem und ruhigen Grundtenor. Dabei liegt immer ein bisschen Weite in ihren Liedern, und natürlich ist das auch immer leicht wehmütig. Stimmig ist das ganze Album auch, außerdem sehr traditionsbewusst, und dennoch klingt das hier nie altmodisch. Genau wie Neil Youngs Platte "Harvest", die nach über 30 Jahren noch immer frisch klingt.

Diese Platte ist ein guter Link zu der Musik von Ox, und auch Ryan Adams ist hier sehr nahe. Eine Platte, die vermutlich kein Klassiker werden wird, aber auch noch in zwanzig Jahren das Prädikat "zeitlos" tragen kann.

20.03.2007 Hauke