Tonträger

Tracklist

1. The ancient cries
2. Babylon
3. Where the falcons cry
4. Dragonheart
5. Thunders of the night
6. Steelrider
7. City of angels
8. Nocturnal
9. Northern nights
10. Open fire
11. The ivory gates

MESSIAH´S KISS

Dragonheart

VÖ: 23.02.2007
Label:
Steamhammer
Web:
messiahs-kiss.bgp-reddot.de

Eines muss man Messiah’s Kiss wirklich lassen: In Bezug auf Albumtitel nimmt das Quartett absolut keine Gefangene. Versprühte das Erstlingswerk „Prayer For The Dying“ noch eine gewisse Kreativität, so etikettierte die multinationale Truppe dessen Nachfolger schlicht und ergreifend mit „Metal“. Nun wurde ein weiteres Mal in die verbale Trickkiste gegriffen und der außergewöhnliche Titel „Dragonheart“ aus ihr herausgezaubert. Auf diese Weise verschwendet man wenigstens keine Zeit bei der Namensfindung...

Was das Musikalische betrifft, so sollte mittlerweile klar sein, dass Messiah’s Kiss auf keinen Fall Bäume ausreißen, um eine eigene Stilrichtung auf die Beine zu stellen. Die Herren aus Dinslaken, New York und Nottingham machen zu keinem Zeitpunkt während der Dreiviertelstunde Spielzeit einen Hehl daraus, dass ihnen der melodische Metal der alten Garde wie beispielsweise Saxon, Judas Priest oder Accept sehr am Herzen liegt. Dies ist auch im Falle von „Dragonheart“ nicht anders und mit Sicherheit auch gut so. Schließlich war es genau diese fast schon klischeehafte Besinnung alter Tugenden, die die vorigen Alben so hörenswert gemacht haben.

Es bleibt dementsprechend alles beim Alten: Das Tempo variiert zwischen Uptempo („Steelrider“, „The Ivory Gates“) und Ballade („Thunders Of The Night“). Selbstverständlich dürfen klassische Elemente wie Doublebass, Gitarrensoli – übrigens eingespielt von Produzent Herman Frank, der bereits bei den Szene-Größen Victory und Accept seine Finger im Spiel beziehungsweise an den sechs Saiten hatte – und der hochmelodische Gesang nicht durch Abwesenheit glänzen. Frontmann Mike Tirelli verfügt genau über die stimmlichen Qualitäten, um sie einer ehrlichen Metal-Band zur Verfügung zu stellen.

Langeweile kommt im Laufe der elf Songs kaum auf, lediglich „City Of Angels“ und „Open Fire“ hängen ein wenig in den Seilen, werden jedoch durch ein astreines Solo in „Northern Lights“ wieder kompensiert. Besonders lobenswert zeigt sich dazu noch der Verzicht auf ein überflüssiges Intro. Messiah’s Kiss machen auf „Dragonheart“ eine ganze Menge richtig, und so ergeht es auch Freunden des klassischen, melodischen Metals, die sich dieses Album zulegen.

16.03.2007 Jack