Tonträger

Tracklist

1. Mecryside  
2. Sanguine sky
3. Open ground
4. The ravens  
5. Destination departure
6. Down
7. Fate
8. Lotus
9. Sacrilege
10. In the wake 
11. Deadlands

TRISTANIA

Illumination

VÖ: 19.01.2007
Label: Steamhammer
Web: http://www.tristania.com/

Ist Tristania nicht eine Sekte, die sich gesammelt umbringen will? Jetzt haben die eine CD herausgebracht, waren meine ersten Gedanken, als ich "Illumination" in den Händen hielt. Doch es handelt sich hierbei nicht um eine Sekte sondern um eine norwegische Gothic Metal Band. Viele würden sagen, das sei ja quasi dasselbe, doch das stimmt nicht. Denn diese Band lässt ihre Mitglieder auch mal ziehen, und seit dem Gründungsjahr 1996 hat sich das Bandroulette schon öfter gedreht. Auch ihre musikalische Ausrichtung wurde im Kleinen öfter justiert.

Ihr Debüt "Widows Weeds" startete sie mit einer bunten Tüte voll mit unterschiedlichsten Variationen von Metalklängen, doch mit dem Nachfolger "Beyond The Veil" wurde der Sound härter und orientierte sich mehr am Industrial. Mit dem dritten Werk "World Of Glass" wurde der Gesang von Sängerin Vibeke Stene in den Vordergrund gerückt. Zusätzlich fing man an, die Songs mit Bombast aufzupusten. 2005 ein Schritt zurück, man entrümpelte den Sound und ging ein bisschen mehr zum Metal zurück. Und jetzt schlingert der Bandsound wieder einmal umher, denn auf dem neuesten Longplayer "Illumination" knüpfen sie an "World Of Glass" an. Wobei der Shouter Kjetil Ingebrethsen aus unterschiedlichen Gründen die Band verließ und durch den ehemaligen Samael Sänger Vorph ersetzt wurde.

Diesmal setzten sie wieder auf Bombast und teilweise auf Chorgesänge. Viele Songs werden zu wahren Hymnen hochgepusht, und das klingt manchmal wie Whitin Temptation mit einem höheren Metalanteil. Denn Tristania lassen hier manchmal das Schlagzeug noch ordentlich rotieren, die Gitarren dürfen ab und dann mal kleine Soli abliefern, doch am Ende sind diese Momente in der Unterzahl, denn meist singt Vibeke Stene mit hoher Stimme die Songs zu klischeehaften Gothic Kathedrale hochgeschraubt. Sicherlich ist Tristania damit noch immer besser als viele andere Bands, doch richtige Begeisterung macht sich nicht breit.


01.03.2007 Hauke