Tonträger

Tracklist

1. Thriller
2. Take Over, The Breaks Over
3. This Ain't a Scene, It's an Arms Race
4. I'm Like a Lawyer with the Way I'm Always Trying to Get You Off (Me + Y  
5. Hum Halleluja
6. Golden 
7. Thnks fr th Mmrs 
8. Don't You Know Who I Think I Am?
9. (After) Life of the Party
10. Carpal Tunnel of Love 
11. Bang the Doldrums  
12. Fame  
13. You're Crashing, But You're No Wave  
14. I've Got All This Ringing in My Ears and None on My Fingers

FALL OUT BOY

Infinity On High

VÖ: 02.03.2007
Label: Island Records
Web: http://www.falloutboy.de/

Weltweit über 3 Mio. verkaufte Alben des Major-Debüts "From Under The Cork Tree", eine Grammy-Nominierung in 2006 (Best New Artist), zwei MTV-Video-Awards, Kerrang Music Awards - Best Video 2006 "Sugar, We're Goin' Down". Eventuell noch Fragen zur Größe von Fall Out Boy? Ja, da wären noch ein paar Dinge zu klären.

Diverse Medien verkünden, dass Fall Out Boy ursprünglich aus der Hardcore Szene kommen und mit Drummer Andrew Hurley sogar noch einen Veganer an Bord haben. Dazu lassen sie ihr Album von Babyface produzieren und der gute Jay-Z darf das Intro einleiten.

Klingt alles völlig unglaubwürdig. Auch die Nacktbilder von Pete Wentz, die den Weg ins Internet gefunden, tragen nicht zur Verbesserung der Situation bei. Die Fraktion von Biohazard lacht sicherlich noch immer. Hier war man so konsequent und hat gleich einen Pornofilm gedreht, anstatt sich so einem Hollywood-Kinderkram hinzugeben.

Machen wir uns frei von diesen Vorurteilen und Ungereimtheiten, um die Sache objektiv anzugehen.
Wie schon erwähnt gehören die ersten Sekunden vom Opener „Thriller“ dem Altrocker Jay-Z. Glücklicherweise beschränkt er sich auf ein paar Worte bevor Sänger Patrick Stump sich dem echten Gesang hingibt. Fall Out Boy verkörpern genau so viel Hardcore wie Panic! At The Disco. Pop ist Trumpf und durchzieht das komplette Album.

Vor der Single „This Ain't a Scene, It's an Arms Race” muss man einfach mal kurz seinen Hut ziehen. Hier passt einfach alles. Poprock von seiner schönsten Seite. Dieser Song nistet sich sofort in den Gehörgängen und sorgt für ein behagliches Gefühl. Fall Out Boy stehen nicht nur mächtig viel Melodie, sondern sie leben auch davon, so dass die Zusammenarbeit mit Babyface als Produzenten schon fast erklärt, aber noch lange nicht entschuldigt.

Fast alle Songs auf „Infinity On High“, dessen Namen Wentz aus einem Brief entliehen hat, den Vincent van Gogh an seinen Bruder geschrieben hat, um von seinem kreativen Energieschub zu berichten, habe eines gemeinsam: Die unglaubliche Eingängigkeit und die Hommage an den Pop.

Genau hier liegt leider auch das Problem. Im Gegensatz zum Vorgänger „From Under The Cork Tree“ besteht die Gefahr, dass schon nach wenigen Durchgängen erste Beschwerden aufgrund des übermässigen Konsums von klebrigem Pop auftreten. Ein bisschen mehr Power und Abwechslung hätte hier durchaus nicht geschadet, aber dafür ist Produzent Babyface auch nicht wirklich bekannt.

Gegen ihre wohl größte Konkurrenz aus Las Vegas in Gestalt von Panic! At The Disco verlieren sie das Duell leider, da diese auf mehr Kontinuität und Abwechslung setzen.

28.02.2007 Tim