Tonträger

Tracklist

1. Cambodia  
2. Bend and break  
3. Who's gonna ride your wild horses  
4. A strange day  
5. Coma white  
6. Fade to black  
7. Shine on  
8. The damned don't cry  
9. All tomorrow's parties (Version '93)  
10. Electricity

Apoptygma Berzerk

Sonic Diary

VÖ: 01.12.2006
Label: Gun Records
Web: http://www.apoptygmaberzerk.de/

Coverversionen waren schon immer ein Vorliebe von Apoptygma Berzerk, und nebenbei reflektieren die nachgespielten Songs auch die musikalischen Vorlieben der Band. Jetzt haben sie mit "Sonic Diary" ein komplettes Album mit Coverversionen aufgenommen, und Sänger Stephan Groth hat sie ausgewählt. Dabei ist eine Art vertontes Tagebuch entstanden, zumindest aus Sicht von Groth. Wobei die Titelauswahl auf jeden Fall überraschend ist, denn von einigen Songs hätte man nicht vermutet, dass sie solch einen Einfluss auf den musikalischen Kosmos von Apoptygma Berzerk ausgeübt haben. Da ist man verwundert über Metallicas Frühwerk "Fade To Black", verständlich hingegen ist, dass man sich hier auch an Marilyn Mansons glamigem "Coma White" vergreift.

Ebenfalls überrascht ist man darüber, dass "All TomorrowŽs Parties"  (Velvet Underground & Nico) sich hier findet, insbesondere hier in zwei Versionen. Bei der zweiten Version wurde zur Musik von Apoptygma Berzerk die Originalstimme von Nico gelegt, was durchaus reizvoll klingt. Dass sie Kraftwerks "Ohm Sweet Ohm" recht nah an der Urfassung halten, und Songs wie "Cambodia" (Kim Wilde) oder "Electricity" (O.M.D.) machen in den neuen Versionen durchaus Spaß. Viele der Songs haben Apoptygma Berzerk schon auf ihren vorhandenen Alben oder EPs (manches auch auf Tribute Alben) verwendet, aber es finden sich auch ein paar neue Coverversionen auf "Sonic Diary". Neu aufgewertet wurden "Bizarre Love Triangle" (New Order), "The Damned DonŽt Cry" (Visage) und erstaunlicherweise Keanes "Bend And Break". Insgesamt stellt man fest, dass sie sich quer durch den Garten der Popmusik wildern, und die ausgewählten Songs passen meist gut zum Apoptygma Berzerk Sound.

15.01.2007Hauke