Tonträger

Tracklist

1. Believer
2. Voodoo Child 
3. Way to Go! 
4. World Go 'Round 
5. Rescue Me     Reinhören
6. Watching You 
7. Change the Channel
8. We're Coming Home 
9. Fashion 
10. White Lightning 
11. In Love Again 
12. Casting Aside

ROGUE RADERS

Here Come The Drums

VÖ: 08.12.2006
Label: Red Ink Music
Web:
rougetraders.com.au

Der Volksmund sagt so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft aber nicht bei der australischen Band Rogue Traders zu. Die beiden Musiker James Ash und Steve Davis trafen sich bereits 1989, spielten gemeinsam in vielen Bands und gründeten 2002 eben die Rogue Traders. So nach und nach formte sich die Band, erst stießen Schlagzeuger Cameron McGlinchey und Gitarrist Timothy Henwood dazu und 2004 die rassige Sängerin Natalie Bassingthwaighte, somit war die Besetzung komplett.

So weit, so gut, doch warum haben die fünf musikinteressierten Menschen vom fernen Kontinent dann doch Ernst gemacht. Denn was sie einem auf "Here Comes The Drums" servieren, ist wirklich fade, plump und nervtötend. Gleich in den ersten 30 Sekunden wird einem klar, dass hier alles aus dem Dancepop-Versuchslabor stammt. Die Sängerin versucht gleich zu Anfang peinlich, den Hörern mit dümmlichen "Hey Hey" Rufen einzuheizen. Darüber bumst ein Eurodance-Beat, und um ein bisschen Anerkennung zu erhaschen, streuen die Rogue Traders ein paar Gitarren ein. Ganz zu schweigen davon, dass die Lyrics so oberflächlich sind, dass selbst Paris Hilton diese Texte nicht gesungen hätte. Auch ihr großer Hit "Voodoo Child" (immerhin Top 5 in England) ist Eurodance, den keiner braucht, wobei auffällt, dass die Sängerin immer krampfhaft versucht, die Coolness einer Gwen Stefani zu erreichen, doch das schafft sie nicht. Das liegt erstens daran, dass sie nicht im Ansatz so clever ist wie eben Gwen und zweitens dass die Musik von ihren Herren stupide und belanglos ist.

Manchmal versuchen sie, Electroclash zu machen, mit sexuellem Touch, doch was dabei herauskommt, ist Peaches für Blümchensex-Fanatiker. Und dann wollen sie aber auch richtig Pop sein wie bei "World Go Round", doch das ist nicht mal Konkurrenz für die Britneys oder Christinas dieser Welt, selbst die Jeanettes machen sich da keine Sorge. Und ein Gitarrenriff von The Knacks ollem Heuler "My Sharona" zu mopsen, ist schon nicht neu, diesen dann aber so platt zu verbraten, ist in keinster Weise niveauvoll. "Here Comes The Drums" ist wirklich nur eines, und zwar überflüssig!

30.01.2007 Hauke