Tonträger

Tracklist

1. The Rivalry
2. Draw The Line
3. Detonator
4. Firebreather
5. Kiss Of Death
6. Ballad Of William Kidd
7. Victory
8. Tsar
9. Welcome To Hell
10. The Brotherhood
11. Pirate Song
12. Rogues En Vogue
13. Bad To The Bone - Live
14. Welcome To Hell - Live
15. Under Jolly Roger - Live

1. The Rivalry
2. Draw The Line
3. Detonator
4. Firebreather
5. Kiss Of Death
6. Ballad Of William Kidd
7. Victory
8. Tsar
9. Welcome To Hell
10. The Brotherhood
11. Pirate Song
12. Rogues En Vogue
13. Bad To The Bone - Live
14. Welcome To Hell - Live
15. Under Jolly Roger - Live

RUNNING WILD

Best Of Adrian

VÖ: 24.11.2006
Label: Gun Record
Web: http://www.running-wild.de

Da mag man noch so sehr auf das Weihnachtsfest stehen, für den ehrlichen und bodenständigen Rockmusik-Hörer stellen die letzten Tage eines Jahres mittlerweile mehr denn je einen Kopfschüttel-Marathon dar. Anlass dafür ist die stetig wachsende Schwemme an Best Of- und Live-Alben, die zwar als tolle Neuveröffentlichungen mit unbedingt besitzenswertem Extra-Material angepriesen werden, unter dem Strich jedoch zumeist nicht mehr sind als fadenscheinige Versuche, den Fans noch schnell ein bisschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Und Running Wild hauen mit ihrem neuen Krummsäbel ganz ungeniert in selbige Kerbe.

Unter dem Titel „Best Of Adrian“ werden – wie der Name es leicht erschließen lässt – keine neuen Ergüsse von Mastermind Rock’n’Rolf zu Silberling gebracht. Im Gegenteil, das hier gebotene Destillat aus der Schaffensphase der Piraten-Metaller entpuppt sich als kalter Kaffee, da lediglich die Alben aus der G.U.N. Records-Zeit berücksichtigt wurde. Ergo haben wir es hier mit Songs aus den letzten neun Jahren von den Scheiben „The Rivalry“, „Victory“, „The Brotherhood“ und „Rogues En Vogue“ zu tun. Alle vier Titeltracks sind mit von der Partie, dazu unter anderem die „Ballad Of William Kidd“, der „Pirate Song“ und „Draw The Line“. In Bezug auf die beiden Beiträge des 2005er Albums „Rogue En Vogue“ muss sich die Frage stellen, ob es wirklich Sinn macht, der Anhängerschaft Songs, die erst vor einem Jahr das Licht der Welt erblickten, bereits ein zweites Mal in exakt der selben Form zuzumuten. Was die Sinnlosigkeit von „Best Of Adrian“ außerdem noch untermauert, ist die Tatsache, dass vor drei Jahren mit „20 Years In History“ schon eine Zusammenstellung der besten Nummern auf den Markt gebracht wurde. Seitdem ist besagtes „Rogues En Vogue“ erschienen – und nun wieder ein Best Of-Album? Da hilft es auch herzlich wenig, dass mit Live-Versionen von „Bad To The Bone“, „Under Jolly Roger“ und „Welcome To Hell“ – letzterer übrigens raffinierter Weise sowohl im Live- als auch im Studioformat vertreten – ein paar dezente Kaufanreize gegeben werden.

Bleibt noch die Frage, wer sich dieses Album zulegen soll. Gut, wer die Band kennen lernen möchte, kann sich mit „Best Of Adrian“ einen 14 Song (einer ist ja doppelt) starken Überblick über die vergangenen neun Jahre verschaffen. Weitaus mehr Sinn macht es daher, zum Doppelalbum „20 Years In History“ zu greifen. Und Fans von Running Wild sind eh schon im Besitz der Songs, dementsprechend sollte man sich gründlich überlegen, ob es wirklich Sinn macht, sich ein komplettes Album zuzulegen, um im Endeffekt drei Live-Nummern hören zu können. Nennen wir das Kind beim Namen: Geldverschwendung.

25.11.2006 Jack