Tonträger

Tracklist

1. From then 'til now
2. Burning horizon
3. Create your own hell
4. Today there's no tomorrow
5. Fool for a day, fool for a lifetime
6. Growing up the hard way
7. Over it
8. Pirates of rock
9. The art of losing
10. World of disbelief
11. Next Exit
12. .and the story never ends

SKAFIELD

Create Your Own Hell

VÖ: 08.09.2006
Label:
Leech Records
Web: http://www.skafield.de/

Fett, frech, faul und philosophisch... nein, das ist Garfield. Mit den Eigenschaften des dicken, orangefarbenen Fellknäuels hat die Combo aus Saarbrücken rein gar nichts am Hut. Der Bandname klingt zwar fast so ähnlich, doch der Effekt bei der Zielgruppe ist ein komplett anderer. Während Kater Garfield speziell dem jüngeren Nachwuchs einige Schmunzler entlocken konnte, werden Skafield mit ihrem aktuellen Longplayer neben einem breiten Lächeln für eine hohe Bewegungsintensität sorgen.

Der Grund dafür nennt sich Ska-Punk. Ja, richtig, das ist die Musikrichtung, die vor ein paar Jahren einmal tierisch angesagt war, dann aber der breiten Hörerschaft überdrüssig wurde und seitdem einen enorm schweren Stand in der Musikwelt hat. Und ausgerechnet diesem Genre hat sich der Achter verschrieben. Das muss doch eigentlich in die Hose gehen, oder? Mitnichten, denn „Create Your Own Hell“ geht nicht in das Beinkleid, sondern direkt in die unteren Extremitäten. Denn Skafield schaffen es, einen platt gefahrenen Reifen mit frischem Druck zu füllen, indem sie nicht in die klassische Ska-Punk-Kerbe hauen – Ska-Strophe und Punkrock-Refrain wechseln sich ordnungsgemäß ab – dafür sich vielmehr an den zeitgemäßen Less Than Jake orientieren. Dementsprechend gibt es hier jede Menge Punkmusik mit Bläser-Einsätzen zu hören, was die ganze Kiste mehr als hörbar macht.

Unter den zwölf Songs befinden sich zahlreiche Uptempo-Attacken, die nicht minder flott in die Gehörgänge gehen. „From Then ´Til Now“, „Growing Up The Hard Way“, „World Of  Disbelief“ und „Fool For A Day, Fool For A Lifetime“ sind richtig etwas für das Tanzbein – schnörkellos, druckvoll, melodisch und mit einem sinnvoll eingesetzten Bläser-Quartett. Um nicht der Monotonie zu verfallen, werden zwischenzeitlich einige Gelegenheiten zum Zurücklehnen in Form von relaxten Songs (unter anderem das akustische „…And The Story Never Ends“) eingebaut.

Was insbesondere auffällt, ist der astreine Sound der Songs. Bei einem Blick auf die Credits darf man sich gerne die Augen zweimal reiben, denn dort tauchen die Namen Jason Livermore und Blasting Room auf. Tatsächlich hat die relativ unbekannte Ska-Punk-Formation aus deutschen Landen ihre kreativen Ergüsse in die Hände der Experten gelegt, die unter anderem bei Veröffentlichungen von Rise Against, Good Riddance und Less Than Jake für eine satte Produktion gesorgt haben. Wer sich „Create You Own Hell“ zu Gemüte führt, wird keineswegs die eigens produzierte Hölle auf Erden, sondern einige positive Überraschungen erleben.

01.12.2006 Jack