Tonträger

Tracklist

1. The Monster Is Loose
2. Blind As A Bat
3. It's All Coming Back To Me Now
4. Bad For Good
5. Cry Over Me
6. In The Land Of The Pig, The Butcher is King
7. Monstro
8. Alive
9. If God Could Talk
10. If It Aint Broke Break It
11. What About Love
12. Seize The Night
13. The Future Ain't What It Used To Be
14. Cry To Heaven

MEAT LOAF

Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose

VÖ: 20.10.2006
Label: Mercury
Web: http://www.meatloaf.de/

Als Meat Loaf 1977 die Platte "Bat Out Of Hell" veröffentlichte, dachte er bestimmt nicht, dass dieses Platte zu den erfolgreichsten der Musikgeschichte zählen würde. Von daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, wenn alle anderen Alben nicht an den Erfolg in gleichem Maße anknüpfen konnten. Trotzdem war der zweite Teil der "Bat Out Of Hell" relativ erfolgreich, wenn auch wesentlich kitschiger als der erste. Jetzt steht der dritte Teil in den Läden, und man geht natürlich mit Skepsis an diese Platte.

Zumal dieses mal Meat Loafs Mentor Jim Steinman nur die Hälfte der Songs beigesteuert hat. Das hört man auch, denn obwohl nahezu jeder Song auf mindestens sechs Minuten ausgedehnt wurde, ist das meist weniger Bombast. Das ist oft sehr angenehm, denn es ist hier wesentlich weniger Kitsch als vor 13 Jahren. Klar, das Celine-Dion-Cover (ein Song, den ursprünglich Meat Loaf singen sollte) ist natürlich rührselig, und auch solche Piano- und Chororgie wie "The Future Ain´t What It Used To Be" treibt es ziemlich auf die Spitze. Aber auf diesem dritten Teil fällt auf, dass die Musik dann wieder vermehrt auf klassischen Rock setzt. Da ist man erstaunt, dass bei "Seize The Night" am Ende die Gitarren schon fast in Metal münden.

Vieles ist wieder kräftiger, und beim Titelstück versucht der dicke Mann sogar fast zu rappen. Dieser Versuch ist sicherlich nicht essentiell, klingt aber besser als erwartet. Auch ansonsten lässt er es mehr krachen. Das ist sicherlich ein Verdienst von Desmond Child (u.a. Komponist für Alice Coopers "Poison"), denn seine geschriebenen Songs sind weniger bombastisch, dafür rockiger. Und egal, welchen Songs Meat Loaf singt, er hat noch immer Stimmgewalt. Das muss man einfach zugeben, auch wenn man ihn nicht mag.

20.11.2006 Hauke