Tonträger

Tracklist

1. The course of nature 
2. The voice commanding you 
3. Ego painted grey 
4. Breaking ties 
5. Salvation: Suicide 
6. Window to nowhere 
7. So near so far 
8. Passing by 
9. Scream your heart out 
10. Abandoned fate

ANGRA

Aurora Consurgens

VÖ: 27.10.2006
Label: Steamhammer
Web: http://www.angra.com

Blitz-Brainstorming zum Thema Brasilien: Fußball, Samba und Heavy Metal. Wie es scheint, haben die Südamerikaner nicht nur eine ausgefeilte Technik im Umgang mit der Ochsenblase und einen eleganten Hüftschwung im Blut, sondern auch ein intaktes Gefühl für schwere Gitarren. So sieht es auch im Hause Angra aus, die mit „Aurora Consurgens“ ein zumindest vielseitiges Werk abliefern.

Einen hohen Abwechslungsreichtum kann man im Laufe der 50 Minuten sicher nicht abstreiten. Sinnbildlich für dieses Album ist der Opener „The Course Of Nature“, der sowohl über geradlinige Passagen als auch über komplexe Momente, in denen sich klassische Riffs mit verspielten Soli duellieren, verfügt. Während mit „Breaking Ties“ oder dem sieben Minuten langen „So Near So Far“ typische Stadionrock-Balladen geäußert werden, kommt mit „The Voice Commanding You“, „Salvation: Suicide“ und „Window To Nowhere“ ordentlich Schwung in die Bude. Besonders letzterer Track verfügt über ausgezeichnete Gesangspassagen die bei dem flotten Tempo und den energiegeladenen Melodien richtig Spaß machen. Für Freunde ruhiger Klänge gibt es zum Abschluss mit „Abandoned Fate“ noch eine Akustik-Nummer.

Das Tragische an diesem Longplayer ist, dass bei all’ der stilistischen Vielfalt die Qualität der Songs auf der Strecke bleibt. Nur selten geht der Daumen wie bei „Window To Nowhere“ deutlich nach oben, ansonsten steht anno 2006 bei den Brasilianern eher Durchschnittsware auf dem Programm – Parallelen zu den fußballerischen Leistungen sind zu erkennen. 

08.11.2006 Jack