Tonträger

Tracklist

1. Latitudes
2. Episodes
3. All in time
4. Parade of Geronimos
5. Venom

PELA

All In Time

VÖ: 28.07.2006
Label: Stagnation Records
Web:
www.pelamusic.com

Schon komisch, wie manche Menschen sich finden. Ein gutes Beispiel ist da die Entstehungsgeschichte von Pela. Gitarrist und Sänger Billy McCarthy hat frühzeitig die Schule abgebrochen und ist als Straßenmusiker durch zehn Länder gereist, irgendwann war er in einer zugigen U-Bahn Station am Spielen und traf auf den Bassisten Eric Sanderson und Gitarristen Nate Martinez. Sie unterhielten sich und gründeten die Band Stela, zu der dann noch über Kroatien der Schlagzeuger Tomislav Zovich stieß.

Wirklich sehr unterschiedliche Wege, die sich da kreuzten, umso erstaunlicher, dass die Musik auf der „All In Time“ EP ziemlich stimmig ist. Melancholische Musik mit leichten Waveanleihen nennt man vermutlich die Musik, und solche Kategorie ist ja auch ziemlich beliebt seit langem.

In der Presseinfo steht etwas von Schnittmenge zwischen Interpol und Bloc Party, was auch nicht verkehrt ist, und dann liest man noch, dass die jungen U2 an der nächsten Ecke lauern. Und wenn Sänger Billy dann zu singen anfängt, dann muss man ein bisschen an  Fischer Z. denken. Die Musik der vergessenen Truppe ist bei Songs wie „Episodes“ präsent, wenn auch hier die Songs schwerer vorbeiziehen.

Die gleiche Hymnenkraft besitzen die Songs von Pela auch, und ebenso ist eine Tiefe wie bei Interpol vorhanden. Gut, ihre Songs sind nur bedingt solche Floorfiller wie bei anderen angesagten Bands, aber dass die großen Labels sich um diese Band gezankt haben, kann man verstehen. Erstaunlicher, dass sie in den USA bei dem kleinen Label Brassland Records veröffentlichten, was aber auch passt, denn mit den Labelbands wie Clogs und The National ist eine passende Ergänzung gefunden. Auf das Album kann man gespannt sein.

10.09.2006 Hauke