Tonträger

Tracklist

1. The world's not bat at all
2. Say it don't spray it
3. Happy song
4. Deedee
5. Hey though guy
6. Marylin
7. Rambo III
8. Satellite city
9. The daily week
10. Cathedrals
11. Sex with my record collection
12. Pinheads
13. Hedonistic salvation front

TERRORGRUPPE

Rust In Pieces

VÖ: 25.08.2006
Label:
Destiny Records
Web:
www.terrorgruppe.com

Mit „Rust In Pieces“ schaufelt die Terrorgruppe ihr eigenes Grab. Nicht aus dem Grund, dass dieses Album so grottenschlecht ist, dass es die Berliner Combo auf der Stelle ins Jenseits befördert, sondern einfach nur weil sich direkt im Anschluss an die Aufnahmen Frontpunkrocker Archi Alert verabschiedet hat, womit das Ende der Terrorgruppe besiegelt wurde.

Dieser Longplayer ist ein letztes (verspätetes) Lebenszeichen der Deutsch-Punker…pardon, Punkrocker aus Deutschland – so viel Zeit muss sein. Denn die Terrorgruppe war nie eine Deutschpunk-Formation im klassischen Sinne, gab es immer wieder Ausflüge in internationale Gefilde, was sich in englischen Texten niederschlug. 1997 wagte man sich mit „Music For Assholes“ erstmalig auf sprachlich fremdes Terrain, im Zuge der Zusammenarbeit mit Epitaph Records kehrte das Quartett für „1 World 0 Future“ seiner Muttersprache den Rücken.

Mit „Rust In Pieces“ sind alle internationalen Dinge drei. Obwohl die Songs nicht wirklich brandneu sind, da es sich bei elf der 13 Songs um englische Versionen des ursprünglich deutschsprachigen Albums „Fundamental“ von 2003 handelt. Doch es wäre ein lausiger Abschied geworden, hatte man die originalen Songs ausschließlich mit englischem Gesang versehen. Also feilte die Terrorgruppe noch ein wenig an den Arrangements und Melodien, so dass unter dem Strich eine runde, rockende Sache herausgekommen ist.

Aggropop auf Englisch ist im Falle dieses Albums natürlich nicht nur etwas für Fans der Hauptstädter, auch Anhänger des locker-flockigen Ramones-Punkrock („Happy Song“, „Deedee“, „Pinheads“) werden hier auf wohltuende Klänge stoßen. „The World’s Not Bad At All“ und „Rambo III“ sichern den hohen Abgeh-Faktor, während „Hey Tough Guy“ und „Satellite City“ ein wenig Entspannung gewährleisten. Um die ganze Sache abzurunden, gibt es noch ein bisschen Ska-Punk („Cathedrals“) auf die Ohren – ein abwechslungsreiches Qualitäts-Album, das die Terrorgruppe in Zukunft sicherlich vermissen lässt. Aber mit The Bottrops steht ja schon ein Nachfolger in den Startlöchern. Also mach es gut, liebe Terrorgruppe, und ruhe weder in Frieden noch in Einzelteilen, sondern hoffentlich lange in den CD-Spielern der Punkrock-Gemeinde.

25.08.2006 Jack