Tonträger

Tracklist

1. Sedition
2. How to pray
3. Prisoner echoes
4. Instinct
5. The promise
6. Speak to our empty pockets
7. Two thousand voices
8. Hollywood cemetery
9. Allies
10. Gunpowder
11. Dead hours
12. Iron trees
13. House arrest
14. Ballad of bloody run

STRIKE ANYWHERE

Dead FM

VÖ: 01.09.2006
Label:
Fat Wreck Chords
Web:
www.strikeanywhere.com

Es führt einfach kein Weg daran vorbei: Wenn es einen heißen Kandidaten für das Album des Jahres gibt, dann ist es „Dead FM“ von Strike Anywhere. Dieser Longplayer erobert die Herzen im furiosen Sturm ohne Rücksicht auf Verluste und übertrifft mit den hier vorhandenen 14 Songs sogar die beiden Vorgänger „Change Is A Sound“ und „Exit English“, beides ebenfalls absolute Top-Scheiben.

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern wirkt „Dead FM“ durchweg losgelöst, energiegeladen und positiv, als hätte jemand dem Quintett aus Richmond befohlen, sich die Instrumente zu schnappen, um eine Runde Spaß auf der Überholspur zu haben. Mit „Sedition“ und „How To Pray“ geht es sogleich ab durch die Mitte, und auch bei „Prisoner Echoes“ machen Strike Anywhere größtenteils keine Anstalten, das Tempo zu drosseln. Besonders positiv überrascht der hohe Anteil mehrstimmiger Gesangspassagen – dazu der bekannt reibeisenartige Gesang Thomas Barnetts und der Hase läuft.

„Dead FM“ liefert eine Hit-Salve nach der anderen. Dem flotten „Instinct“ folgt der Ohrwurm „The Promise“, der bereits vor einiger Zeit auf dem Fat Wreck-Online-Sampler Lust auf dieses Album gemacht hat. Mit „Speak Your Empty Pockets“ schlagen Strike Anywhere den Streetpunk an, und landen einen fürstlichen Hit, dessen Refrain in Zukunft mit Sicherheit die Stimmbänder in jedem Konzertsaal strapazieren wird. Dieser Song geht wirklich runter wie Öl!

Der Fünfer serviert in knapp über 30 Minuten eine hervorragende Mischung aus druckvollen Midtempo-Nummern („Allies“, „Dead Hours“) und äußerst melodischem Vollgas-Hardcore („Iron Trees“, „Gunpowder“, „Two Thousand Voices“). Soundtechnisch bleibt alles beim Alten, denn Strike Anywhere blieben Brian McTernan treu, der den Songs eine natürliche Wucht verliehen hat.

Es wäre reine Zeitverschwendung, diesem Kracher noch viele Zeilen zu widmen beziehungsweise der Leserschaft solche anzutun. Stattdessen sollte sich jeder schleunigst auf die Puschen machen, um an diesem Hörgenuss teilzuhaben.

25.08.2006 Jack