Tonträger

Tracklist

01. Seconds
02. Blood Meridian
03. Sing It Out
04. Bonfires
05. The Good Fight
06. Left
07. Industry
08. This Is A Question
09. Little Silver Birds
10. Four
11. January
12. Forwarddirektion:
13. The Church Choir

HOPE OF THE STATES

Left

VÖ: 11.08.2006
Label: Red Ink
Web:
www.hopeofthestates.co.uk

Reinhold Beckmann fing irgendwann während der WM an, von Cinescope- oder Breitwand-Fußball zu faseln. Was er wohl damit meinte, war die Art und Weise einiger Mannschaften, möglichst viel der zur Verfügung stehenden Rasenfläche für ihre Angriffe zu nutzen.

Wären die sechs Briten von Hope Of The States zu elft und dazu begnadete Fußballer, sie würden im Beckmannschen Sinne jeden Quadratzentimeter des Grüns beanspruchen. Der Sound geht in die Breite, verdichtet sich, wächst und zieht sich wieder zusammen. Gitarren türmen sich zu Wänden, Streicher gesellen sich dazu und verdichten die Soundflächen.

Doch trotz der ganzen epischen Opulenz, die Hope Of The States in ihren Songs auslegen, lassen sie die Struktur von guten Rocksongs nicht aus den Augen. Werfen wir mal ein paar Vergleiche in den Raum: New Order zur ?Get Ready?-Zeit, The Cooper Temple Clause in der Light-Variante, Muse ohne Stimmausflüge in die höchsten Höhen und am Ende ein guter Schuss Embrace. Dazu noch die melancholische Ader der New New Wave-Bands.

Damit das alles nicht völlig aus dem Ruder läuft, wurde Sigur Rós-Produzent Ken Thomas verpflichtet. Auch er hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass auf ?Left? eine ganze Menge zu entdecken ist. Live auf der Bühne lassen sich die Songs gut vorstellen, vor allem, wenn die Band die Konturen noch ein wenig herausarbeitet und beim Sound nicht ganz so dick aufträgt. Denn etwas mehr Zug zum Tor würde ihnen ganz gut tun.

20.08.2006 Henning