Tonträger

Tracklist

1. Meant to be
2. Built to resist
3. Eternal
4. First priority
5. Back to Vrindavan
6. My chance to live
7. Amend
8. Return to Eden
9. In defense of reality
10. Lotus-like
11. Authenticity

SHELTER

Eternal

VÖ: 26.05.2006
Label:
Goodlife Records
Web:
http://www.myspace.com/eternalshelter

Getreu dem Krishna-Glaube von Frontmann Ray Cappo könnte man das neue Werk ?Eternal? als weitere Reinkarnation der immer wieder Gestalt gewinnenden Formation Shelter bezeichnen. Sie ist seit diversen Jahren aktiv, verabschiedet sich zwischenzeitlich immer einmal wieder in die musikalische Versenkung ? doch plötzlich setzen sich besagter Cappo und sein alter Weggefährte Porcell an einen Tisch und kreieren ein neues Album. Und so dauerte es stolze fünf Jahre, bis ein Nachfolger zu ?Purpose, the Passion? das Licht der Welt erblickte.

Tatsache ist, dass sich im Shelter-Lager in den vielen Jahren nicht wirklich viel bis gar nichts getan hat. Nach wie vor ist der Pop-Core das oberste Gebot, mal rasant heruntergebetet, zeitweise gebremst angesetzt, aber immer mit einer positiven Grundstimmung versehen. Für diese ist hauptsächlich Cappos jugendhaftes Organ verantwortlich, kaum weniger bemerkenswert sind die schwer ansteckenden Refrains. So kennt man Shelter, und so liebt man Shelter. Ebenso wenig hat sich an der Kombination aus schnörkellosen Uptempo-Nummern (?Meant To Be?, ?First Priority?, ?My Chance To Live, ?Authenticity?) und gedrosselten Songs (?Built To Resist?, Eternal?, Lotus-like?) geändert, geradezu esoterisch muten die Balladen ?Back To Vrindavan? und ?Amend? an. Im Laufe der elf Songs zeigen die alten Hasen, dass Pop-Core durchaus sehr abwechslungsreich sein darf.

Würde ich diese Rezension hier enden lassen, wäre ?Eternal? sicher ein heißer Anwärter auf den Posten des Albums der Woche. Welcher Teufel die Band in Sachen Produktion jedoch geritten hat, bleibt mir absolut schleierhaft. Anstatt einen angemessen druckvollen Sound auf die Beine zu stellen ? wie es mittlerweile sogar unzählige Amateur-Bands hinbekommen ? haben Shelter dieses Mal das Mischpult mit dem Pürierstab verwechselt. Die Folge ist ein dermaßen breiiger Sound, der dem kompletten Album jede Form von Druck nimmt. Es ist wirklich schade, Tatsache ist aber, dass ein guter Motor in einer alten Rostlaube kein langes Leben haben wird.

02.08.2006 Jack