Tonträger

Tracklist

1. That's No Way To Tell A Lie
2. An English Gentleman
3. Bad Boys And Painkillers
4. On Saturday Morning We Will Rule The World
5. Run Romeo Run
6. Still A Long Way To Go
7. Emigre
8. To See A Friend In Tears
9. Say Hello To The Pope
10. The Wrong Beginning
11. Which Way To Kyffin

JAMES DEAN BRADFIELD

The Great Western

VÖ: 21.07.2006
Label:
Red Ink
Web:
http://www.jamesdeanbradfield.de

Was macht man, wenn man mit seiner Band gerade eine Pause einlegt, dann aber seinen kreativen Tatendrang doch nicht bremsen kann? Richtig: ein Soloalbum. Das dachte sich auch James Dean Bradfield, der seit dem letzten Manic Street Preachers-Album 2004 nicht länger warten wollte. Also, ab ins Studio und elf Songs aufgenommen.

Dass man es mit dem Sänger der Manic Street Preachers zu tun hat, wird augenblicklich klar, sobald er zu den ersten Worten von ?That?s No Way To Tell A Lie? die markante Stimme erhebt. Und nicht nur stimmlich geht es in diese Richtung, auch der Sound des Solowerks erinnert an Bradfields Stammband. Die Songs klingen nach 90er-Rockmusik, was aber grundsätzlich nichts Schlimmes bedeuten muss. Es gibt rockige Songs mit eingängigen Melodien, schmissige Refrains nebst mehrstimmigem Background-Gesang und gutes Songwriting. Im Opener forsch mal mit Handclaps und Keyboard, in ?Émigré? leicht hymnenartig und in ?Run Romeo Run? wieder knackig und rockig, dass man den Romeo fast laufen hört. Das Jacques Brel-Cover ?To See A Friend In Tears? schlägt zwischendurch auch einmal ruhigere Töne an.

?The Great Western? wird in erster Linie den Manic Street Preachers-Fans die Zeit bis zum nächsten Album überbrücken helfen. Wer die Band mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Um sich aber außerhalb der Fan-Gemeinde aufzudrängen, ist es ganz einfach nicht innovativ genug. Im Plattenregal gibt es schließlich genug andere Alben, die diese Form des netten rockigen Songwriter-Sounds im Angebot haben.

23.07.2006 Henning