Tonträger

Tracklist

1.Gold Lion
2.Way Out
3.Fancy
4.Phenomena
5.Honeybear
6.Cheated Hearts
7.Dudley
8.Mysteries
9.The Sweets
10.Warrior
11.Turn Into

YEAH YEAH YEAHS

Show Your Bones

VÖ: 24.03.2006
Label:
Polydor
Web:
http://www.yeahyeahyeahs.com/

Eine halbes Jahrzehnt ist es nun her, dass das Garage Band Revival auf uns einbrach. Damals traten auch die Yeah Yeah Yeahs ans Tageslicht, und man beachtete sie. Das hatte auch mehrere Gründe, denn zum einen kommen und kamen die Yeah Yeah Yeahs, wie alle beliebten Bands, aus New York und zum anderen haben und hatten sie mit Karen O eine Frontfrau, die Blicke auf sich zog. Nebenbei war ihr Albumdebüt ?Fever To Tell? eine wunderbare Platte, die so provokant den Rock´n?Roll Mythos ausspuckte, wie kaum ein anderes Album in der Zeit. Doch jetzt werden Garagen wieder zum Abstellen von Autos genutzt, und die Yeah Yeah Yeahs haben festgestellt, dass ?Maps? der beste Song von ?Fever To Tell? war. Denn ?Show Your Bones? ist kein Aufguss vom Debüt, sondern wesentlich anders.

Denn statt wilder Krachrocksongs findet man hier Melodien körbeweise, die Songs rücken näher an Pop, Kopf statt Rebellion. Klingt im ersten Moment eher ernüchternd und eigentlich wenig spannend, doch sie setzen das so konsequent um, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren. Ob nun bei packenden Rocknummern für den Indie-Tanzschuppen oder zum zu Hause konsumieren, es gelingt ihnen der Spagat mühelos. Ob nun die Single ?Gold Lion?, welche den ?We Will Rock You? Gedächtnis-Award bekommen wird oder die Pop Ballade ?Turn Intro?. Oder auch das Herzstück, der Noise-, Psychedelia- Geniestreich namens ?Fancy?, welcher mit über vier Minuten für die Yeah Yeah Yeahs schon recht lang ist. Aber auch das fast schon Rockabilly-benetzte ?Mysteries? weiß zu gefallen. Bei ?Way Out? hört man das Überschlagende in der Stimme von Karen O, und bei ?Phenomena? faucht und kratzt sie wie damals bei ?Rich? Und fauchen macht auch Sinn, denn ?Show Your Bones? soll angeblich ein Konzeptalbum über eine Katze namens ?Coco? sein. Warum das Album dann ?Show Your Bones? heißt, kann man nicht ganz verstehen, aber das ist auch egal. Denn ?Show Your Bones? ist ein Album, das süchtig macht, man will es immer wieder hören, und eigentlich hätte ich diese Kritik lieber später geschrieben. V

ermutlich würde sie dann noch viel frenetischer ausfallen als jetzt, und trotzdem kann man jetzt schon sagen, dass dieses Album sicher in den Jahresendlisten ganz oben stehen wird. Die Welt braucht noch mehr Alben wie diese und Bands wie die Yeah Yeah Yeahs, und Karen O ist auch ein Geschenk des Himmels.

23.03.06 Hauke