Tonträger

Tracklist

1.I Want To Hear What You Have Got To Say
2.Holiday
3.Rock & Roll Queen
4.Mary
5.Young For Eternity
6.Lines Of Light
7.Oh Yeah
8.City Pavement
9.No Goodbyes
10.With You
11.She Sun
12.Somewhere

THE SUBWAYS

Young For Eternity

VÖ: 19.09.2005
Label: Wea
Web:
www.thesubways.net

Alle neun Jahre wäre eine schöne Einleitung, um die Geschichte der Subways zu beginnen. Ihren ersten Plattenvertrag bekamen die jungen Hüpfer von Infectious Record verpasst, den sie sogar selbst dank gerade vollzogener Volljährigkeit unterschreiben durften. Als Bandmitglieder dürfen am Bass Charlotte, an der Gitarre und Gesang Billy und am Schlagzeug Josh vorgestellt werden. Ihre Beziehungen zueinander weisen fast Liebesfilmcharakter auf. Billy und Josh sind Brüder und die so süße Charlotte ist die Verlobte von Sänger Billy. Um das ganze auf die Spitze zu treiben, sei erwähnt, dass Billy die erste Single ?Rock´n Roll Queen? seiner Angebeteten widmete.
Die zweite Single ?Oh Yeah? schlägt jetzt wieder den Weg zu den am Anfang erwähnten neun Jahren ein.

Vor genau dieser Anzahl von Jahren wurde ebenfalls eine sehr erfolgreiche und bekannte Band das erste Mal gesichtet und vom gleichen Label gesigned. Die Rede ist von Ash. Auch sie stammen von der Insel, war jung, hatten eine Bassistin namens Charlotte und stürmten die Charts mit ihrem ?Oh Yeah?. So etwas nennt man wohl Duplizität der Ereignisse.
Nicht ganz. Zeichnen sich Ash durch ihre großartigen Melodien aus, setzen The Subways mehr auf ihre Jugend und Unbekümmertheit.

Gleich zu beginn ihres Debütalbum ?Young For Eternity? bekommt der Hörer den ersten Eindruck, was ihn die weiteren 35 Minuten erwarten wird. Musik in seiner minimalistischsten Art. Josh bearbeitet sein Schlagzeug, welches nur ein Becken und zwei Tombs aufweist, mit voller Hingabe. Sänger Billy setzt und voll und ganz auf seine Stimme, die in Begleitung der unverzerrten Gitarre einen mehr als beachtliches Hörvergnügen bereitet. Zwischendurch darf auch Charlotte mit ihrer sich in den Vorgrund spielenden Stimme ein paar Zeilen zum Besten geben. Auch bei dem für sie geschriebenen Stück ?Rock´n´Roll Queen? findet ihr junges Stimmchen einen Platz. ?You are so cool/ you are so rock´n´roll? zeigt, dass man als junger Hüpfer gar nicht krampfhaft nach typischen Liebesvokabeln suchen muss, um eine Mädchen zu beeindrucken.
?Mary? darf getrost als eine der Stärken des Albums gewertet werden. Feste Stimme getrieben von Melodie und akustischer Gitarre, die förmlich dazu aufordert, dass Autodach im Stile des Big Lebowski zu malträtieren.
Kurz darauf gibt es große Gefühle in Form von ?Lines Of Light?, welches aber gern ein bisschen länger dauern dürfte. Nach knappen zwei Minuten verschwinden die sanften Töne wieder im Koffer und werden gegen Rock in seiner wohl ursprünglichsten Form eingetauscht. Bühne frei für das Highlight dieser Scheibe. ?Oh Yeah? war nicht nur bei Ash ein großer Hit. Der gleichnamige Song der Subways sticht heraus. Treibende Trommelschläge gepaart mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Melodie, machen es fast unmöglich die Lautstärke unverändert zu lassen. Im Duett sind Charlotte und Billy in den knapp drei Minuten kaum zu bremsen. Mit ?No Goodbyes? gibt es erneut ruhige Töne bevor ?With You? ein erneutes Feuerwerk zündet.
?Young For Eternity? darf beruhigt als eines der besten Debütalben dieses Jahres bezeichnet werden. Zwar hört man Kritiker häufig sagen, dass hier sie zur sehr auf ihr noch junges Alter setzen, aber wer im Glasshaus bzw. Deutschland sitzt, der sollte nicht...

Sollten nach dem Kauf noch leichte Zweifel bestehen, dann ist ein Konzertbesuch der Drei der beste Weg, um diese zu beseitigen. The Subways rocken ohne wenn und aber.

10.10.2005 Tim