Tonträger

Tracklist

1. She?s Got Standards
2. Local Boy
3. One Night Stand
4. Hometown Blues
5. Peace & Quiet
6. Spend A Lifetime
7. Robin Hood
8. She?s The Only One
9. Repeated Offender
10. When I?m Alone
11. Narrow Minded Social Club

THE RIFLES

No Love Lost

VÖ: 14.07.2006
Label: Red Ink Music
Web:
www.therifles.co.uk

Eigentlich soll man ja aufhören, wenns am schönsten ist. Guckt man sich da den nicht enden wollenden Hype um vornehmlich britische Garagen-Rock-Bands an, hätte nach den Strokes, Franz Ferdinand und Maximo Park vielleicht Schluss sein müssen. Aber erstens laufen solche Trends irgendwann schon ganz von alleine aus, und zweitens hätte man dann einiges verpasst, z.B. The Rifles aus London.

Im Prinzip ist es ja immer die gleiche Leier: Die Bands sind jung, kommen aus London oder einer tristen Arbeiterstadt, werden aus dem Nichts zu den neuen NME-Lieblingen und damit zu den Rettern der Rockmusik. Letzteres ist wohl etwas hoch gegriffen, aber das Debut-Album der Rifles ist durchaus ein äußerst unterhaltsames Stück Rockmusik geworden.

Natürlich sind die Einflüsse ihrer jungen Gitarrenkollegen der letzten Jahre nicht zu leugnen. ?One Night Stand? ist nicht weit entfernt von den Strokes, ?Peace & Quiet? sogar sehr nah dran. ?Hometown Blues? und ?Robin Hood? klingen stark nach den Libertines und bei ?When I?m Alone? hört man die wehmütigen New-Wave Gitarren, wie man sie auch von Interpol kennen und schätzen gelernt hat.

Und auch für die Tanzflächen der Indie-Clubs ist was dabei, klaro. Bei ?Local Boy? oder ?Repeated Offender? können die Chucks mit dem Tanzen loslegen. Das akustische ?Spend a Lifetime? und der ebenfalls ruhige ?Narrow Minded Social Club? sorgen für kleine Verschnaufpausen und angenehme Abwechslung. Schön.

Was soll man noch sagen? ?No Love Lost? ist eine schöne Platte für den Sommer. Knackig. Kurzweilig. Abwechslungsreich. So macht Rockmusik Spaß. Und wer sagt eigentlich, dass man aufhören soll, wenns am schönsten ist?

03.07.2006 Henning