Tonträger

Tracklist

1. Walking Barefoot
2. Shining Light
3. Burn Baby Burn
4. Candy
5. Cherry Comb
6. Submission
7. Someday
8. Pacific Palisades
9. Shark
10. Sometimes
11. Nicole
12. There?s a Star
13. World Domination

Ash

Free All Angels

VÖ: 23.04.2001
Label:
Infectious
Web:
www.ash-official.com

Erfolg in jungen Jahren kann eine schwere Bürde sein. Auch Ash, die es bereits mit 19 Jahren zu Ruhm und Ehren brachten, waren vor diesem Phänomen nicht gefeit. Ihr Debütalbum "1977" wurde dermaßen mit Lob überschüttet, dass der Druck auf den Nachfolger ins Unermessliche stieg. Diesem Druck konnten Tim Wheeler (Gitarre, Gesang), Mark Hamilton (Bass) und Rick "Rock" Murray (Drums) offensichtlich nur bedingt Stand halten. Zwar verstärkte sich das Trio aus Nordirland mit Charlotte Hatherley (Gitarre, Gesang), doch einen unüberhörbaren Qualitätsverlust konnte auch sie nicht verhindern.

"Nu-Clear Sounds" (1998) präsentierte sich als rohes, unausgereiftes Werk, das das Niveau seines grandiosen Vorgängers aus dem Jahre 1996 leider nur sehr sporadisch erreichte. Für einen neuen Anlauf ließ man sich deshalb fast drei Jahre Zeit. Ein Zeitraum, der sich gelohnt zu haben scheint. "Free All Angels" ist das Album, auf das die Ash-Fans lange gewartet haben. Es zeichnet sich durch jugendliche Energie und Unverbrauchtheit gepaart mit einer musikalischen Weiterentwicklung und gewohnt eingängigen Melodien aus. Großen Anteil an dieser neuen Harmonie hat dabei die Gefühlslage von Songwriter Tim Wheeler, der wieder über Freuden der Liebe anstatt über depressive Drogenexzesse schreiben kann. So befinden sich auf "Free All Angels" neben zahlreichen leicht verdaulichen Rocknummern auch ruhigere Stücke wie "Submission", die Ballade "Candy" oder "There?s a Star", die sich ohne weiteres auf Mixed Tapes für gewisse Stunden verwenden lassen. Die erste Single "Shining Light" läuft auf den einschlägigen Kanälen bereits hoch und runter und verkörpert optimal das Gefühl der CD: "Ash sind zurück und sie sind gut drauf!"

Wer also Lust auf stimmungsvolle Sommermusik hat, die "leicht ist und nicht belastet - wie die _ _ _" , dem kann getrost zum Kauf von "Free All Angels" angeraten werden. Die vorgetragene Weiterentwicklung der Band hat leider auch zur Folge, dass ein grandioser Hidden Track (Kotzorgie) wie auf "1977" nicht mehr zu erwarten war - dafür sind sie einfach zu alt (geworden).

27.04.2001 Stecki