Tonträger

Tracklist

1.Gott ist ein Popstar
2.Das letzte Streichholz
3.Träumst du
4.Spiel mir das Lied vom Tod
5.Du willst es doch auch
6.Eine Frau spricht im Schlaf
7.Mein Schatz
8.Dreh dich nicht um
9.Land in Sicht
10.Tanz in den Tod
11.Ich will deine Seele
12.Zuviel Liebe kann dich töten
13.Wenn du mich lässt
14.Menschsein

Oomph!

GlaubeLiebeTod

VÖ: 24.03.2006
Label: Gun Records
Web:
www.oomph.de

Mit ?Gott ist ein Popstar? sahen die Veranstalter des Echos und auch viele Radiostationen die religiösen Gefühle einiger Mitmenschen in Deutschland gefährdet und luden die Band aus bzw. weigern sich diesen Song zu spielen. Dafür darf das Land weiterhin mit sinnloser und volksverdummender Musik von Sido, Tokio Hotel, 50 Cent und anderen Künstlern überzogen werden. Auch wenn man jetzt nicht allzu politisch werden möchte, darf aber trotzdem noch gefragt werde, warum der Auspruch ?God is a DJ? wiederum erlaubt ist?
Oomph sind nun wahrlich keine politische Band und erheben auch keinen Anspruch auf derlei Aussagen und Deutschland immer noch ein Land, das für Meinungsfreiheit steht.

Schon mit dem letzten Album wussten Oomph mich nicht zu überzeugen. Das wird auch diesmal nicht gelingen. Zu oberflächlich sind die Songs wie auch die Texte. Häufig war zu lesen, dass Rammstein von den frühen Werken ?Sperm? oder ?Defekt? gelernt und ihren Stil gefunden haben. Dann muss man aber auch ehrlicher Weise einräumen, dass Rammstein ihre Texte und vor allem den Sound viel stärker vorantreiben konnten als es Oomph gemacht haben. Bei ?Wahrheit oder Pflicht? fanden sich noch kräftige Gitarren, die den Song vorantrieben und elektronisch unterstützt wurden. ?Glaube Liebe Tod? zeichnet sich eher durch einen klaren elektronischen Sound, der nur selten von kräftigen Gitarren unterbrochen wird.

Wie der Titel des Albums schon verrät, dreht sich alles um die Themen Glaube, Liebe und Tod. So auch der Song ?Spiel mir das Lied vom Tod? oder ?Mein Schatz?. Beides Songs, bei denen sich die Band von Kinofilmen hat inspiriert lassen.

Keinem der restlichen Songs wird eine derartige Aufmerksamkeit wie ?Gott ist ein Popstar?, der auch nur aufgrund seines Textes auffiel, geschenkt werden. Zu sehr plätschert das Album mit seinen restlichen Songs an einem vorüber. Kaum Gründe, um sich noch einen Durchlauf zu gönnen.
Den echten Oomph-Fan werden diese Gründe sicherlich nicht überzeugen, aber der Rest sollte seine Ansprüche in Sachen Musik nicht allzu sehr nach unten schrauben und auf bessere Alben warten.

15.03.2006 Tim