Tonträger

Tracklist

1. We dance on the ruins of the stupid stage
2. Under my feet
3. My wallpaper looks like paint
4. Zing-Pong
5. With the transit coat on
6. Opinions & Assholes
7. I see London
8. Who crosses state lines without a shirt?
9. D is for doorman (come on in)
10. 10 Ton Jiggawatts
11. You suck! But your peanut butter is ok
12. Yo, it's not rerun
13. Majestic

None More Black

This Is Satire

VÖ: 02.05.2006
Label:
Fatwreck
Web:
www.nmbmusic.nethttp://www.nofx.com

Das Jahr 2006 möchten auch Jason Shevchuk und seine Mannen mit einem neuen Album bereichern, schließlich kamen gerade aus dem Hause Fat Wreck schon in den ersten vier Monaten eine Vielzahl bemerkenswerter Platten auf den Markt. Die Kid Dynamite-Emporkömmlinge buhlen ihrerseits mit 13 Songs um die Gunst der Hörerschaft. Vom Albumtitel sollte man sich nicht irreführen lassen, denn ?This Is Satire? ist weder ein Klamauk-Werk noch verprellt das zur Hälfte neu formierte Quartett ? zu Frontmann Shevchuk und Bassist Delaney sind nach etlichem Hin und Her Drummer Jared Shavelson (The Hope Conspiracy) und Gitarrist Colin McGinnis (Paint It Black) gestoßen ? seine Fans mit unerwarteten Klängen.

Wahnsinnig viel an der Marschroute hat sich bei None More Black nicht geändert. Wie bei dem Debüt ?File Under Black? macht hier aggressiver Midtempo-Punkrock die Runde, vornehmlich charakterisiert durch Shevchuks kläffenden Gesang. Dennoch ist das Song-Spektrum hörbar vielschichtiger angelegt, denn neben kraftvollen Punkrock-Nummern lassen sich auch eher untypische Einflüsse ausmachen, die diesen Longplayer teilweise schwer greifbar erscheinen lassen. Während ?Zing-Pong? schon eine relativ düstere Stimmung verbreitet, entfaltet das schleppende ?I See London? endgültig eine depressive Atomsphäre. Bestätigt wird dieser Eindruck bei einem Blick auf den Text, der den Protagonisten im verzweifelten Umgang mit der Flasche darstellt. Und auch das bluesige ?Majestic? sorgt zum Schluss noch einmal für träge Melancholie. None More Black waren zwar noch nie für fröhlichen Poppunk bekannt, in ?This Is Satire? scheinen sich jedoch die personellen und persönlichen Querelen der letzten Jahre wieder zu spiegeln.

Diese bedrückte Grundstimmung wirkt sich auch auf den Hörgenuss auf. Dass die schraddeligen Gitarre und die dumpfen Drums einen Hauch von Skandinavien in sich bergen, ist keinesfalls zu verwerfen. Dennoch kommt man im Laufe der 36 Minuten diverse Male ins auditive Straucheln. Eine Bauchlandung wird dank der vorhandenen musikalischen Qualität natürlich verhindert, trotzdem sollte man sich auf dieses holprige Terrain entsprechend vorbereiten.

24.04.2006 Jack