Tonträger

Tracklist

1. The king is dead
2. Killing it
3. The pool
4. The soft shell
5. God loves a liar
6. In vino veritas II
7. Me vs. Morrisey in the pretentiousness contest (The ladder match)
8. Congratulations
9. The kids can eat a bag of dicks
10. When I was alive: Walden III
11. Mercy day for Mr. Venegeance
12. Less bright eyes, more deicide
13. Speed of dark
14. Cancer dream

A Wilhelm Scream

Ruiner

VÖ: 04.10.2005
Label:
Nitro Records
Web:
www.awilhelmscream.com

Liebe Punkrock-Gemeinde! Wer sich im Besitz dieses Albums wähnt, darf gerne schon einmal die Säge machen (anderweitige Jubel-Gesten sind natürlich auch erwünscht), denn A Wilhelm Scream mähen mit ?Ruiner? so ziemlich alles nieder, was in den letzten Jahren in dieser Kategorie auf den Markt gekommen ist. Dieses Album ist ohne zu übertreiben ein echter Kracher, der seine Hörerschaft auch nach intensivster Dauerbeschallung immer noch aus den Puschen zu hauen weiß. Das Quintett ? einst unter dem Namen Smackin? Isaiah unterwegs ? spielt prinzipiell schnellen und aggressiven Punkrock der Marke Strung Out, jedoch ungefähr zwei Qualitäts-Ligen höher. Es scheint, als könnten A Wilhelm Scream so mir nichts dir nichts blitzschnelle Gitarren-Synchron-Soli aus den Saiten schütteln.

Die Gitarrenarbeit ist in der Tat der absolute Wahnsinn, man führe sich nur den furiosen Opener ?The King Is Dead? oder das geniale ?God Loves A Liar? zu Gemüte. Während die Rhythmus-Sektion Vollgas gibt, wird ein filigranes Solo nach dem anderen herausgehauen. Dennoch wissen A Wilhelm Scream ganz genau, wann sie das phänomenale Gefrickel bleiben lassen und zu straighten Passagen zurückkehren müssen. Nicht minder beeindruckend ist der Gesang, der oftmals mehrstimmig vonstatten geht. Dank der melodischen Reibeisen-Leadvocals driftet der ganze Spaß nicht in die Milchschnitten-Richtung ab, sondern verpasst ?Ruiner? einen spürbar aggressiven Druck.

Am ehesten kommen mir Vergleiche mit Rise Against und Strike Anywhere in den Sinn, die A Wilhelm Scream durch ihre Virtuosität und Spielfreude meines Erachtens noch übertrumpfen. Mit dieser Fülle an raffinierten Gitarren, explosiven Momenten und starken Gesangslinien werden einfach neue Maßstäbe gesetzt. Denjenigen, die nun noch am Zweifeln sind, ob die Produktion den songwriterischen Qualitäten auch gerecht wird, sage ich nur zwei Worte: Blasting Room. Alles klar? Also nichts wie ab zum Kaufmann! Diese 14 Songs sind Genuss pur.

14.02.2006 Jack